Kreis Segeberg

Der Einsatz stank zum Himmel: 16.000 Liter Gülle ausgelaufen

Einsatzkräfte der Feuerwehr säubern die Straße, nachdem rund 16.000 Liter Gülle aus einem Silo ausgelaufen waren.

Einsatzkräfte der Feuerwehr säubern die Straße, nachdem rund 16.000 Liter Gülle aus einem Silo ausgelaufen waren.

Foto: Feuerwehr

Ein Silo auf einem Bauernhof in Wakendorf II sollte leckgeschlagen sein – 60 Feuerwehrleute stundenlang im Reinigungs-Einsatz.

Wakendorf II. Um diesen Einsatz hat sich vermutlich kaum einer der rund 60 Feuerwehrleute verschiedener Wehren aus dem Kreis Segeberg gerissen: Am Sonnabend wurden die Retter alarmiert, weil ein Güllesilo auf einem Bauernhof in Wakendorf II im Kreis Segeberg leckgeschlagen sein sollte. Die Gülle laufe bereits die Straße hinab.

Die ersten eintreffenden Feuerwehrleute erhöhten die Alarmstufe: Klar erkennbar war, dass weiterhin große Mengen der stinkenden Flüssigkeit austraten, die bereits den ganzen Bauernhof und die angrenzende Straße geflutet hatte. Das ganz große Gerät wurde aber schnell wieder abbestellt: Der Einsatzleiter stellte fest, dass keine Leckage, sondern ein nicht richtig geschlossener Schieber Grund für die Jaucheflut war.

Klärbecken, Kanalisation und Grundstücke mit Gülle geflutet

Doch obwohl so der Grund für die Jaucheflut schnell beseitigt werden konnte, war der Schaden schon passiert: Rund 16.000 Liter waren ausgelaufen – ausgerechnet vom Gelände des Bauernhofes, der am höchsten Punkt der Gemeinde liegt. Also "floss die Jauche den Berg hinab und flutete regelrecht einige Vorgärten sowie ein großes Carport", so die Feuerwehr in einer Mitteilung vom Sonnabend.

Zwei Klärbecken konnten die Einsatzkräfte vor einer Kontamination mit Gülle schützen, zwei weitere wurden mit Frischwasser aus einem Regenrückhaltebecken gespült, "um weitere Umweltschäden zu verhindern". Zudem waren große Mengen Gülle in die Kanalisation gelaufen, weswegen mehrere Landwirte um Hilfe gebeten wurden, die Gullys wieder leersaugten.

Grund für die Gülleflut noch nicht bekannt

Straßen und Gehwege wurden von der Feuerwehr mit Strahlrohren gereinigt. Das ganze Ausmaß des Schadens ist noch nicht bekannt – auch gibt es noch keine Informationen darüber, warum der Schieber offen stand.

( josi )

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