Norderstedt

Bad Temper Joe per Livestream aus dem Kulturwerk

| Lesedauer: 3 Minuten
Heike Linde-Lembke
Bad Temper Joe präsentiert am Sonnabend sein neues Album.

Bad Temper Joe präsentiert am Sonnabend sein neues Album.

Foto: Heike Linde-Lembke / HA

Blueswerk: Am Sonnabend mit dem bekannten Bluesmusiker aus Bielefeld, am Sonntag ist dann Abi Wallenstein zu Gast.

Norderstedt. Blueswerk im Kulturwerk geht auch ohne Live-Publikum. Sagt sich Blueswerk-Chef Miro Berbig und lädt für Sonnabend, 24. April, von 19 bis 20.30 Uhr zum Livestream mit Bad Temper Joe aus dem Kulturwerk ein. Wenigstens das. „Es ist Seuche, und damit ist ein Konzert mit Publikum im Moment nicht vorstellbar“, bedauert der Vorsitzende des Kulturvereins Blueswerk.

Bad Temper Joe sorgte bereits im August beim Open Air im Innenhof des Kulturwerks für beste Stimmung. Der Musiker aus Bielefeld präsentiert sein neues Studioalbum „One Can Wreck It All“. Die Kompositionen hat er allesamt selbst gedichtet und komponiert, es ist zeitgenössischer Blues in Reinkultur. In den neuen Songs zeigt Bad Temper Joe einmal mehr seine raue, leicht murrige Ostwestfalen-Mentalität mit trockenem Humor, eine Mischung, mit der er schon im August auf der Open-Air-Bühne am Kulturwerk begeisterte. Er gilt in der Bluesszene als hervorragender Songwriter und Gitarrist.

„One Can Wreck It All“ ist Bad Temper Joes siebte Studioproduktion im Langspielformat. Die Instrumentalisierung ist sparsam, sodass er die Texte eindrucksvoll zu einem melancholischen Groove entwickeln kann. Es ist zweifellos eine Hommage an die Tradition alter Bluessänger aus dem Mississippi-Delta, aufgefrischt mit dem Feeling von heute.

Der Solo-Musiker mit der Weissenborn-Gitarre und dem knurrig-herzlichen Charme betont den Country-Look und gibt seinen Liedern mit seiner rauen, leicht metallenen Stimme einen Hauch von Ferne, wenn er von Liebe und Frauen, von Albträumen und Vagabunden, Einsamkeit und Sehnsucht singt. Immer aber bleibt der 28-jährige Hüne mit den langen Haaren dem Blues treu. Seine ruhigen Balladen mit ihren einfachen, aber intensiven Rhythmen und Melodien zwingen zum Zuhören und verführen zum Wegträumen.

Das Livestream-Konzert „Blueswerk meets waschecht“ ist eine Co-Produktion zwischen Blueswerk und waschecht.hamburg. Auf dessen Youtube-Kanal gibt es auch den Link. Die Initiative arbeitet eng mit dem Norderstedter Kulturwerk und mit Hamburg.de für Live­stream-Konzerte zusammen: „Viele Künstlerinnen und Künstler blicken in einen Abgrund und haben keine Chance, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, wir wollen die Kulturschaffenden wieder sichtbar machen“, betont die Initiative. Waschecht.hamburg gibt den Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne und Auftritte vor virtuellem Publikum auf den Facebook- und Youtube-Kanälen von hamburg.de. Die Konzerte sind jederzeit abrufbar. Spenden leitet hamburg.de direkt an die Künstlerinnen und Künstler weiter.

Produziert und erstmals gesendet werden die Livestreams alle 14 Tage aus dem Kulturwerk und auch aus der „TriBühne“. Auf dessen Bühnen standen unter anderem bereits Miu, Maike Brunk, Karo Lynn, Slackbone und Olaf Dierich. Zu sehen und hören sind sie über den Link https://waschecht.hamburg/live/ im Internet.

Nach Bad Temper Joe kommt gleich am Sonntag, 25. April, mit Abi Wallenstein ein großer Hamburger Bluessänger auf die Bühne. Er bringt Martin Röttger und Herrn D.K. mit.

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