Schleswig-Holstein

Ein Kompetenzzentrum für musikalische Bildung

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Schleswig-Holsteins Kultusministerin Karin Prien (CDU).

Schleswig-Holsteins Kultusministerin Karin Prien (CDU).

Foto: Christian Charisius / dpa

Das Kultusministerium Schleswig-Holstein fördert die Ausbildungskompetenz von fünf Kultureinrichtungen im Land.

Kreis Segeberg/Kreis Pinneberg. Auch die Musikausbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene darf wegen Covid-19 nicht in Präsenzunterricht laufen, sondern nur digital. Jetzt hat das Kultusministerium Schleswig-Holstein mit dem Landesmusikrat, der Musikhochschule Lübeck, dem Landesverband der Musikschulen, dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) mit der Lehrkräftebildung und dem Nordkolleg Rendsburg ein Kompetenzzentrum gegründet. Das Land fördert das Projekt „Kompetenzzentrum für musikalische Bildung“ (KMB.SH) mit jährlich 200.000 Euro, die den fünf Kooperationspartnern anteilig zur Verfügung stehen.

Das Projekt soll eine herausragende und übergeordnete Bedeutung für die Musikszene Schleswig-Holsteins haben, allen Musikbereichen zugute kommen, alle Grade von Laien und Amateuren bis zu Musik-Profis und allen Genres nützen und für alle Phasen des musikalischen Lebens gelten. „Wir erreichen Synergien und setzen neue Impulse, das hat bundesweit Modellcharakter“, sagte Kultusministerin Karin Prien. Akademische und nichtakademische Weiterbildung würden mit dem Projekt stärker als bisher kooperieren können, zwischen den Partnern würden neue Netzwerke entstehen, das sei ein Gewinn für die gesamte musikalische Bildung, so Prien.

Im Sommer sollen die ersten Projekte an den Start gehen

Alle Kooperationspartner sind in der akademischen und nichtakademischen Qualifizierung von Schülern, Studenten und Lehrkräften tätig. Der Landesverband der Musikschulen widmet sich beispielsweise der Begabtenförderung, der studienvorbereitenden Ausbildung und der Fortbildung von Musikschulpädagogen, das Nordkolleg gibt Kurse in der musikalischen Bildung, und der Landesmusikrat fördert Begabte mit Wettbewerben und in Landes-Ensembles. Künftig können sich die Kooperationspartner gezielter an die bisher voneinander getrennten Gruppen wenden, beispielsweise an Musikschul-Lehrkräfte allgemeinbildender Schulen, an Begabte des Jazznachwuchses und an Lehrkräfte, die Jazz-Unterricht an ihrer Schule anbieten wollen.

„In dem Zusammenschluss steckt eine großartige Chance zu mehr Kooperation, mehr Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Fördermaßnahmen und einem produktiven Zusammenspiel von Aus-, Fort- und Weiterbildung für Profis und Amateure“, sagte Volker Mader, Präsident des Landesmusikrats.

Grundlage der Zusammenarbeit der fünf Partner ist eine Dokumentation und Konzeptstudie. Ein Vertrag zwischen den Partnern regelt die Entscheidungsstrukturen innerhalb des Projekts, das zunächst auf drei Jahre befristet ist. Erste Umsetzungen soll es bereits im Sommer geben.

( lin )

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