Corona

Norderstedter Modellprojekt für Kultur gescheitert

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 Ein Facharzt für Allgemeinmedizin nimmt bei einer Patientin einen Rachenabstrich für einen Covid-19 Schnelltest (Symbolbild).

Ein Facharzt für Allgemeinmedizin nimmt bei einer Patientin einen Rachenabstrich für einen Covid-19 Schnelltest (Symbolbild).

Foto: Ole Spata / dpa

Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Segeberg zu hoch. Gesundheitsamt meldet am Dienstag 48 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus.

Norderstedt.  Es war nicht wirklich eine Überraschung, als Kulturministerin Karin Prien am Dienstagmittag die 13 Modellprojekte für Kultur in Schleswig-Holstein verkündete – und die Norderstedter Bewerbung nicht darunter war.

Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder und Suntke Garbe, Geschäftsführer der Mehrzwecksäle Norderstedt, wollten im Kulturwerk am See Kultur wieder erlebbar machen – mit strengem Hygiene- und Schnelltestkonzept und bis zu 400 Zuschauern. Doch das Projekt scheiterte an der Zugangsvoraussetzung der Landesregierung: eine siebentägige, stabile Inzidenz unter 100.

Ausgewählt wurden andere Projekte und Spielstätten: Das Theater Kiel, das Theater Lübeck sowie die Freilichtbühne und der Filmpalast Stadthalle Cinestar in Lübeck, das Schleswig-Holsteinische Landestheater, die Niederdeutsche Bühne Flensburg, die Flensburger Theaterwerkstatt Pilkentafel, das Kulturzentrum Schloss Reinbek im Kreis Stormarn, die Laboer Lachmöwen und Filippos Erlebnisgarten im Kreis Plön, das Elbeforum Brunsbüttel im Kreis Dithmarschen sowie im Kreis Rendsburg-Eckernförde die Volkshochschule Rendsburger Ring und das Nordkolleg Rendsburg.

Ebenso erfolglos waren die Bewerbungen aus dem Vereinssport aus dem Kreis Segeberg. Das Innenministerium hatte nicht verraten, welche das waren. Aber sie waren unter den 27 Projekten dabei, von denen Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack am Dienstag sieben aus den Städten Kiel, Flensburg, Lübeck, Eckernförde, Itzehoe und dem Kreis Dithmarschen vorstellte, die vom 19. April an loslegen können.

Inzidenz im Kreis verharrt um den Wert von 100

Im Kreis Segeberg sieht es auch am Dienstag nicht nach großen Veränderungen bei der Inzidenz aus. Am Dienstag lag sie bei 100,7. 48 Neuinfektionen wurden an diesem Tag gemeldet, was die Gesamtzahl in den letzten sieben Tagen nur unwesentlich unter die 100-Grenze senken wird. Am heutigen Mittwoch will der Kreis mit Blick auf die Inzidenz entscheiden, wie die weiteren Verordnungen für das öffentliche Leben aussehen sollen und ob es zunächst beim bisherigen, strengen Regelwerk bleibt.

Die Gesamtzahl aller bisher nachgewiesenen Infizierten im Kreis beträgt jetzt 5962. Insgesamt 468 Infektionen davon sind auf die britische Virusvariante B.1.1.7 zurückzuführen. Wieder als genesen gelten 4834 Menschen. Aktuell sind 979 Personen mit Corona infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich derzeit 2348 Personen, 29 Personen werden in einer Klinik versorgt, davon 7 auf einer Intensivstation.

( abm )

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