Kreis Segeberg

Leitstelle Holstein ist nun endgültig Geschichte

Künftig auch für den Kreis Segeberg zuständig: Stephan Bandlow, Leiter der Rettungsleitstelle, und Disponent Florian Judzinsky im Neubau der Leitstelle in Elmshorn.

Künftig auch für den Kreis Segeberg zuständig: Stephan Bandlow, Leiter der Rettungsleitstelle, und Disponent Florian Judzinsky im Neubau der Leitstelle in Elmshorn.

Foto: Arne Kolarczyk

Landrat Schröder kündigt Verträge mit Norderstedt per Eilentscheidung. Ab April übernimmt die Leitstelle West in Elmshorn.

Norderstedt.  Die Rettungsleitstelle Holstein in Norderstedt, in der bislang die Notrufe der Bürger im Kreis Segeberg aufliefen, ist jetzt endgültig Geschichte. Wie berichtet, hatte der Hauptausschuss des Kreistages in Bad Segeberg für einen Wechsel zum Kreis Pinneberg und der Kooperativen Regionalleitstelle West (KRLS) gestimmt. Endgültig wäre die Entscheidung erst, wenn auch der Kreistag seine Zustimmung geben würde. Da die Sitzung am 18. März pandemiebedingt abgesagt worden ist, hat Landrat Jan Peter Schröder den Beschluss des Hauptausschusses nun als Eilentscheidung umgesetzt.

Auch die übrigen Kreise (Pinneberg, Dithmarschen und Steinburg) als kommunale Träger der KRLS haben dem Wechsel bereits ihr Einverständnis gegeben. Die weiteren Vorbereitungen für den Übergang der Leitstelle zum 1. April lägen im Zeitplan und seien nahezu abgeschlossen, teilt Schröder mit. Dazu gehöre die Umstellung und Einrichtung der Alarmierung sowie eine Hinterlegung der Alarm- und Ausrückeordnungen der Feuerwehren im Einsatzleitsystem der KRLS.

Der Kreistag hatte die Kreisverwaltung im Dezember 2020 einstimmig damit beauftragt, den Vertrag über die Leitstelle Holstein mit der Stadt Norderstedt fristgerecht zum 31. Dezember 2024 zu kündigen, beziehungsweise mit der Stadt über eine vorzeitige einvernehmliche Auflösung des Vertrags zu verhandeln. Gleichzeitig sollte die Kreisverwaltung die Verhandlungen mit dem Kreis Pinneberg aufnehmen, um eine Übertragung der Leitstellenaufgaben auf die KRLS zu klären. „Für den Kreis Segeberg haben wir nun die bestmögliche zukunftsweisende Lösung gefunden – nicht zuletzt natürlich auch für die Einwohnerinnen und Einwohner des Kreises“, sagt Landrat Schröder.

( abm )

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