Kreis Segeberg

NGG: „Gegen Ausbeutung in den Schlachthöfen!“

Der Schlachthof Vion Bad Bramstedt, in dem es vor einem Jahr einen Corona-Ausbruch gab. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten informiert die Mitarbeiter über den Stand der Tarifverhandlungen.

Der Schlachthof Vion Bad Bramstedt, in dem es vor einem Jahr einen Corona-Ausbruch gab. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten informiert die Mitarbeiter über den Stand der Tarifverhandlungen.

Foto: Thorsten Ahlf Thorsten Ahlf / Thorsten Ahlf

Die Gewerkschaft fordert mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. Verhandlungen über Tarifverträge am 25. März.

Bad Bramstedt.  „Schluss mit Billiglöhnen und Ausbeutung!“ Vor der dritten Verhandlung über neue Tarifverträge in der Fleischwirtschaft am 29. März in Hamburg will die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Donnerstag, 25. März, von 13 Uhr an, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vion Schlachthofes in Bad Bramstedt vor Ort am Tegelbarg über den Stand der Verhandlungen informieren.

Die Gewerkschaft NGG fordert mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für die 160.000 Beschäftigten in deutschen Schlachthöfen und Wurstfabriken. „Die Zeiten von Billiglöhnen und Ausbeutung in der deutschen Fleischbranche sind vorbei!“, sagt Silke Kettner von der Gewerkschaft NGG. Mit dem Verbot von Werkverträgen zum Jahreswechsel könnten sich die Fleischunternehmen jetzt nicht mehr hinter dubiosen Werkvertragskonstruktionen verstecken, sagt Kettner. „Das Arbeitsschutzkontrollgesetz ist die Chance für einen echten Neustart ohne Skandale.“

Das Angebot der Arbeitgeberseite über einen Mindestlohn von 10 Euro sei „völlig indiskutabel.“ Die Gewerkschaft NGG ist mit folgenden Forderungen in die Verhandlungen gegangen: Mindestlohn von 12,50 Euro pro Stunde für alle Beschäftigten in der Schlachtung und Verarbeitung, einschließlich Geflügel, Erhöhung des Mindestlohns auf 14 Euro pro Stunde nach einer kurzen Einarbeitungszeit, Mindestlohn von 17 Euro pro Stunde für Facharbeiter.

( abm )

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