Kreis Segeberg

Die Versorgung mit Trinkwasser ist in Norderstedt sicher

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Am Wasserhahn in einer Küche wird ein Trinkglas mit Leitungswasser befüllt (Symbolbild).

Am Wasserhahn in einer Küche wird ein Trinkglas mit Leitungswasser befüllt (Symbolbild).

Foto: Patrick Pleul / dpa

Die Stadtwerke Norderstedt und Magnus Mineralbrunnen äußern sich zum heutigen Weltwassertag.

Norderstedt.  Alljährlich rufen die Vereinten Nationen zum Weltwassertag auf – wie heute, am Montag, 22. März. Das diesjährige Motto des Tages: „Der Wert des Wassers“. Der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen ist in vielen Regionen weltweit bis heute keine Selbstverständlichkeit. „Bei uns ist die Versorgung zum Glück sichergestellt. Aber trotzdem müssen wir uns den Wert unserer Trinkwassersituation immer wieder bewusst machen“, sagt Nico Schellmann, Werkleiter Netze und Technik der Stadtwerke Norderstedt.

„Die Auswirkungen sich ändernder Klimabedingungen können auch in Deutschland spürbar werden. Im Rahmen unseres Wassermanagements beobachten und analysieren wir die Qualität der Wasservorkommen und die Grundwasserspiegel regelmäßig. Die Ergebnisse fließen dann unmittelbar in unsere Versorgungsstrategie ein“, sagt Schellmann.

Mit den drei Wasserwerken in Garstedt, Harksheide und Friedrichsgabe sowie ihren 17 Brunnen in einem großflächigen Wasserschutzgebiet in und um Norderstedt herum sei die Norderstedter Trinkwasserversorgung für viele Jahre sichergestellt. Trinkwasser gehört zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln in Deutschland überhaupt.

Damit das Trinkwasser in einer dauerhaft gleichbleibend hohen Qualität in den Norderstedter Haushalten ankommt, investieren die Stadtwerke Norderstedt regelmäßig in ihre Infrastrukturen. So wurde beispielsweise erst im vergangenen Jahr das Wasserwerk in Harksheide aufwendig saniert. Dabei wurden die alten Reinwasserbehälter, in denen das frisch aufbereitete Wasser darauf wartet, zu den Haushalten gepumpt zu werden, durch moderne Edelstahlbehälter ersetzt.

Die Trinkwasserleitungen, in denen das Wasser aus den drei Wasserwerken in der ganzen Stadt verteilt wird, reinigen sich durch den permanenten Wasserfluss quasi selbstständig. Aber auch hier ergreifen die Stadtwerke Norderstedt zusätzliche Maßnahmen. „Mit geplanten Rohrnetzspülungen reinigen wir regelmäßig Teilabschnitte des Trinkwassernetzes, um sicher zu sein, dass auch die entlegensten Bereiche frei von Verunreinigungen sind“, sagt Schellmann.

Magnus GmbH kritisiert Umgang mit Grundwasser

Die in Norderstedt ansässige Magnus Mineralbrunnen GmbH nimmt den Weltwassertag zum Anlass, den allgemeinen Umgang mit der knappen Ressource Trinkwasser kritisch zu hinterfragen. „Immer häufiger wird dem Verbraucher die Nutzung von Leitungswasser als ressourcenschonende Alternative zur Flasche mit natürlichem Mineralwasser angeraten“, heißt es in einer Mitteilung von Magnus. „Dabei handelt es sich hier nicht nur aufgrund der Inhaltsstoffe um zwei verschiedene Produkte.“

Auf der einen Seite stehe ein „technisches Produkt“, das durch eine gesonderte Aufbereitung „neutralisiert“ werde – und auf der anderen Seite ein amtlich anerkanntes Lebensmittel, ein Naturprodukt, das wertvolle Mineralstoffe enthält und unter strengen Kontrollen so abgefüllt werde, wie es aus dem Boden herauskommt. „Daher wird der Schutz dieser wertvollen Trinkwasserreserven im tiefen Grundwasser immer wichtiger. Kann es aber richtig sein, diesen Bodenschatz zu mehr als 95 Prozent als Brauchwasser zu missbrauchen? Und damit bereits jetzt Wasserreserven künftiger Generationen zu verbrauchen?“

( abm )

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