Norderstedt

Corona-Krise: Arriba-Erlebnisbad mit noch höherem Verlust

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Melanie Wassink
Die Corona-Krise beschert den Arriba-Betreibern starke wirtschaftliche Nachteile.

Die Corona-Krise beschert den Arriba-Betreibern starke wirtschaftliche Nachteile.

Foto: Arriba

Das Minus wird für das vergangene Jahr um 700.000 Euro höher ausfallen. Betreiber bereiten alles für eine baldige Öffnung vor.

Norderstedt. Ein paar Bahnen schwimmen, Wasserrutschen herunterrauschen oder sich einfach im warmen Nass treiben lassen – dieses Freizeitvergnügen verbieten die Regeln der Pandemie. Wie lange noch, ist unklar. „Gesicherte Aussagen zu einem möglichen Eröffnungstermin können wir leider nicht geben“, sagte Oliver Weiß, Sprecher der Stadtwerke Norderstedt, die das Arriba Erlebnisbad vor den Toren Hamburgs betreiben.

Sicher ist hingegen, dass Corona den Arriba-Betreibern starke wirtschaftliche Nachteile beschert. Das Minus, das in „normalen“ Jahren bei zwei Millionen Euro liegt, wird für das vergangene Jahr um 700.000 Euro höher ausfallen, teilten die Stadtwerke auf Anfrage des Abendblatts mit.

Arriba-Erlebnisbad: Norderstedt kalkuliert Verluste ein

Die jährlichen Verluste kalkuliert Norderstedt ein. Das Bad kostet viel, soll dem Standort nördlich von Hamburg aber zu mehr Lebensqualität verhelfen. Mit Erfolg: Üblicherweise besuchen das Bad 780.000 Gäste im Jahr.

Zuletzt hatte der nicht freiwillige Abgang des Bad-Leiters Ruud Swaen für Schlagzeilen gesorgt. Die Stadtwerke wollen Kosten sparen und führen das Erlebnisbad nun mit eigenem Personal. Aus diesem Grund musste Swaen, der das Arriba 26 Jahre lang geführt hatte, seinen Posten Anfang des Jahres verlassen.

Trotz hoher Inzidenz: Betreiber bereiten alles für baldigen Start vor

Die unklare Öffnungsperspektive hält die Betreiber nicht davon ab, alles für einen baldigen Start vorzubereiten. „Wir verfolgen die aktuellen und weiteren Entwicklungen mit dem Ziel, so früh wie möglich die Gäste begrüßen zu dürfen und werden dies auch entsprechend ankündigen“, sagte Weiß. Das Bad hält die Wasserkreisläufe in Betrieb, der gesamte Gebäudekomplex wird nach wie vor geheizt, außerdem werden hygienische Maßnahmen durchgeführt.

Diese Arbeiten gewährleisten, dass die Anlage mit einer Vorlaufzeit von sieben bis acht Werktagen öffnen kann. Bisher sind 90 Prozent der 75 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Ein Hygienekonzept wurde bereits im ersten Lockdown entwickelt und genehmigt. „Im Rahmen der ersten Wiedereröffnung hat es sich bewährt und wurde von den Gästen gut akzeptiert“, beschreibt Weiß die Erfahrungen aus dem vergangenen Sommer.

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Kein erhöhtes Corona-Risiko in Schwimmbädern?

Offenbar birgt der Besuch eines Schwimmbad kein erhöhtes Risiko: Laut der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. (DGfdB) können Grippe- und auch die Coronaviren nach derzeitigem Wissensstand nicht über das Badewasser übertragen werden.

So wie das Arriba-Erlebnisbad in Schleswig-Holstein sind auch die Schwimmbäder des Hamburger Betreibers Bäderland geschlossen.

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