Kaltenkirchen

680 Schülerinnen und Schüler haben bald ihre eigene Turnhalle

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Burkhard Fuchs
Gratulierten dem Schulleiter Egon Boesten (3. v. l.): Bürgermeister Hanno Krause (v. l.), Susanne Steenbuck, Bürgervorsteher Hans-Jürgen Scheiwe, Tobias Böttcher (Schulverband) und Investor Christian Engel.

Gratulierten dem Schulleiter Egon Boesten (3. v. l.): Bürgermeister Hanno Krause (v. l.), Susanne Steenbuck, Bürgervorsteher Hans-Jürgen Scheiwe, Tobias Böttcher (Schulverband) und Investor Christian Engel.

Foto: Burkhard Fuchs

Leibniz-Privatschule in Kaltenkirchen investiert fast zehn Millionen Euro in eine neue Schulsporthalle. Jetzt wurde Richtfest gefeiert.

Kaltenkirchen . Bald wird die zeitaufwendige Fahrerei zum Schulsport an der Leibniz-Schule in Kaltenkirchen ein Ende haben. Im Beisein von Bürgermeister Hanno Krause und dem Schulverband ist jetzt die neue Schulsporthalle gerichtet worden, in die der private Investor der Privatschule knapp zehn Millionen Euro investiert. Bis zu den Sommerferien müssen die Schülerinnen und Schüler allerdings weiterhin nach Hen­stedt-Ulzburg oder Kattendorf fahren, um in dortigen Sporthallen Schulsport zu betreiben, der an der Leibniz-Schule fünf Unterrichtsstunden pro Woche umfasst. „Endlich haben die Kinder mehr Platz zum Turnen und sparen sich die Fahrtzeit“, freute sich deshalb auch Susanne Steenbuck, die Vorsitzende des Schulausschuss der Stadtvertretung, auf der Richtfeier.

Bürgermeister Krause, der auch Vorsitzender des Schulverbandes ist, sagte: „Wir sind stolz darauf, dass wir eine so leistungsstarke Schule in Kaltenkirchen haben, die jetzt bald mit der neuen Schulsporthalle hervorragend eingerichtet ist. Es wurde aber auch höchste Zeit.“ Für die Stadt sei die Leibniz-Privatschule nicht nur eine wichtige Bildungsstätte, sagte der Verwaltungschef. „Für uns ist die Schule auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, weil sie auch viele Schüler außerhalb Kaltenkirchens anzieht.“

Das kann Schulleiter Egon Boesten nur bestätigen. Durch die unmittelbare Nähe zum AKN-Bahnhof Kaltenkirchen-Süd, der praktisch direkt an das Schulgebäude angrenzt, kämen viele Schülerinnen und Schüler auch aus Norderstedt, Henstedt-Ulzburg, Bad Bramstedt, großen Teilen des Kreises Segeberg und sogar aus Neumünster.

Seit der Fertigstellung des Schulneubaus an der Werner-von-Siemens-Straße im Dezember 2017 habe sich die Zahl der Schüler von seinerzeit 280 auf nunmehr 680 mehr als verdoppelt. Damals bestand die vor 13 Jahren gegründete Leibniz-Privatschule noch an zwei Standorten in Hitzhusen und Weddelbrook, bis dann für 10,5 Millionen Euro das neue Schulgebäude in Kaltenkirchen errichtet worden war und die Schule dorthin umgezogen ist.

Investoren-Ehepaar Engel finanziert das Projekt

Wie jetzt auch die neue Turnhalle hat das Schulgebäude das Investoren-Ehepaar Susanna und Christian Engel aus Ulm gebaut und finanziert, die mit ihrem Geld bereits in Süddeutschland mehrere Schulen errichtet hätten, erläutert Schulleiter Boesten das Konstrukt. „Wir mieten die Räume.“

Der Bau der Sporthalle habe ein paar Jahre warten müssen. „Wir können ja nicht heute ein Einfamilienhaus bauen und morgen gleich einen Wolkenkratzer“, erklärt er diese Zeitversetzung. Die neue Sporthalle biete nicht nur drei große Sportfelder. Auch etliche dringend benötigte Fachräume sind in dem dreigeschossigen Gebäudekomplex untergebracht, so Boesten.

Perspektivisch könnte die Leibniz-Schule noch auf 800 Schüler wachsen, sagt der Schulleiter. Die Nachfrage sei nach wie vor groß. „Wir haben 400 Schüler auf der Warteliste“, sagt Boesten. Zur Leibniz-Schule gehören auch ein schuleigener Kindergarten mit 20 Kindern sowie ein dreizügiger Schulbetrieb von der ersten bis zur 13. Jahrgangsstufe. Die Eltern zahlen pro Kind ein monatliches Schulgeld von 145 bis 165 Euro sowie vier Euro am Tag für das Mittagessen, erklärt Schulleiter Boesten.

Damit die Sporthalle auch rechtzeitig nach nur zehn Monaten Bauzeit zum 1. August fertig wird, hat Bürgermeister Krause dem Bauunternehmen zum Richtfest eine Uhr geschenkt. Kaltenkirchen habe „keine Zeit, nur eine Uhr zu verschenken“, erläutert der Verwaltungschef die Symbolik seines Präsents.

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