Agenda 2021

Das planen Bad Bramstedt und die Dörfer

| Lesedauer: 6 Minuten
Wolfgang Klietz
Sommer 2020: Peter Willenborg, Geschäftsführer von Waldemar Link, Bürgermeisterin Verena Jeske, Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt und Inhaber Helmut D. Link (von links) vor dem Baugrundstück an der Ecke Lohstücker Weg/B 206. Das Gewerbegebiet soll in diesem Jahr erweitert werden.

Sommer 2020: Peter Willenborg, Geschäftsführer von Waldemar Link, Bürgermeisterin Verena Jeske, Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt und Inhaber Helmut D. Link (von links) vor dem Baugrundstück an der Ecke Lohstücker Weg/B 206. Das Gewerbegebiet soll in diesem Jahr erweitert werden.

Foto: Michael Schick

In der Rolandstadt soll in diesem Jahr unter anderem die ärztliche Versorgung verbessert und das Angebot an Kita-Plätzen ausgebaut werden.

Bad Bramstedt.  Die Bramstedter haben sich für das Jahr 2021 viel vorgenommen. Viele Veränderungen betreffen die Bürger direkt, zum Beispiel bei der ärztlichen Versorgung, kulturell und bei der Versorgung mit Kita-Plätzen. Für den Neubau des Jugendzentrums liegen die Bauanträge vor. Im neuen Jahr erhält die Stadt außerdem ihr neues Logo, das beim digitalen Neujahrsempfang am Sonntag vorgestellt wurde. Hier die Projekte im Einzelnen:

1 Medizinisches Zentrum
Mit Beginn des neuen Jahres startete der Betrieb im Medizinischen Versorgungszentrum (MZV) im Stadtzentrum, das die hausärztliche Versorgung für die Stadt und das Umland verbessern soll. Die Praxen ziehen für drei Jahre in das Gebäude der VR-Bank am Bleeck. Langfristig ist ein größeres MVZ gegenüber der Verwaltung des Amtes Bad Bramstedt-Land an der König-Christian-Straße geplant.

2 Feuerwache
Anfang des Jahres endet der europaweite Architektenwettbewerb für die neue Feuerwache an der Hamburger Straße. Die Stadtverwaltung rechnet mit einem Baubeginn vor dem Jahreswechsel.

3 Neue Kita
Ebenfalls in diesem Jahr könnte der Bau der neuen Kindertagesstätte Moorstücken beginnen. Hier sollen 130 neue Plätze für die Betreuung von Kindern geschaffen werden. Das Projekt kostet 4,5 Millionen Euro.

4 Kurhaustheater
Nachdem die Stadt im vergangenen Jahr angekündigt hat, die Zusammenarbeit mit dem Theaterverein zu beenden, übernimmt sie selbst den Betrieb des Kurhaustheaters an der Oskar-Alexander-Straße. 2020 hatte die Stadtverwaltung eine Stelle für Kultur geschaffen. Ziel sei, die Spielstätte so lange wie möglich zu erhalten und den Spielbetrieb auszuweiten, sagt Bürgermeister Verena Jeske.

5 Ausbau des Landwegs
2021 folgt der nächste Schritt beim Ausbau des Landwegs. Auf dem Programm steht die seit Jahren geplante neue Verkehrsführung am AKN-Bahn-übergang Landweg. Dort soll eine neue Abbiegerspur Staus bei geschlossener Schranke verhindern.

6 Digitale Angebote
Die Stadtverwaltung will ihr digitales Angebot deutlich ausbauen. Dazu sollen zum Beispiel Berichte aus den politischen Gremien veröffentlicht werden. „Es müssen sich mehr Menschen für die Politik im Ort interessieren“, sagt die Bürgermeisterin. „Politik muss attraktiver werden.“

7 Gewerbegebiet
Das Gewerbegebiet am Lohstücker Weg soll erweitert werden. Nachdem der Norderstedter Hersteller für Medizintechnik, Waldemar Link, einen großen Teil der Flächen gekauft hat, soll das Gebiet bis zum Grundstück von Famila wachsen. Dafür muss die Stadt Flächen einkaufen und für eine Bebauung herrichten. „Wir haben viel Anfragen von Interessenten“, sagt die Bürgermeisterin. Im Gewerbegebiet Nord sollen drei Hektar hinzukommen. Die Stadt verhandelt mit dem Schlachthof über den Verkauf eines Grundstücks.

8 Wohnungsbau
An der Bimöhler Straße sollen bis zu 100 neue Wohnungen entstehen. 2021 sollen die Planungen weitgehend abgeschlossen werden, sodass im Jahr danach der Bau beginnen kann.

9 Erweiterung der Amtsverwaltung
Die Erweiterung der Amtsverwaltung Bad Bramstedt-Land an der König-Christian-Straße beginnt in diesem Jahr mit einem Investitionsvolumen von 2,1 Millionen Euro. Insgesamt wird das Projekt 4,8 Millionen kosten. Im vergangenen Jahr war bereits der neue Parkplatz entstanden.

10 Armstedt investiert 680.000 Euro, um ein Baugebiet für 16 Grundstücke zu kaufen und herzurichten. Außerdem investiert die Gemeinde 25.000 Euro in die neue Heizungsanlage des Bürgerhauses.

11 Bimöhlen hat 470.000 Euro für ein Wohngebiet mit zwölf Grundstücken vorgesehen und erweitert die Kindertagesstätte, sodass dort ab August zwei weitere Gruppen betreut werden können. In diesem Jahr sind für das Projekt 85.000 Euro vorgesehen.

12 Borstel investiert 140.000 Euro in die Sanierung von Straßen.

13 Föhrden-Barl erhält als Zuschuss von der Aktivregion Holsteiner Auenland die Hälfte der Kosten für die Sanierung der Bramaubrücke, die 36.000 Euro kosten wird. Außerdem beteiligt sich die Gemeinde mit 395.000 Euro an der Schleswig-Holstein Netz AG und sichert sich damit eine Dividende von 2,7 Prozent.

14 Hagen setzt die seit Jahren andauernde Sanierung seiner Abwasseranlagen fort und gibt dafür in diesem Jahr 168.000 Euro aus. Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED kostet 40.000 Euro und wird zur Hälfte durch Zuschüsse finanziert.

15 Hitzhusen kauft zwei Flächen für insgesamt 4,3 Millionen Euro. Eine ist für Wohnbebauung mit 28 Grundstücken vorgesehen, die andere für Wohnen und Gewerbe. 340.000 Euro lässt sich die Gemeinde die Kanalsanierung kosten, 100.000 Euro kostet die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED. Auch Hitzhusen erhält dafür Zuschüsse in Höhe von 50 Prozent.

16 Weddelbrook will am Dorfhaus ein Wohngebiet schaffen und investiert 215.000 Euro.

17 Wiemersdorf wird wegen der großen Nachfrage nach Betreuungsplätzen die Kita erweitert. Für 290.000 Euro soll das Dach der bestehenden Einrichtung ausgebaut werden. Jeweils 280.000 Euro gibt die Gemeinde für neue Gewerbegrundstücke und die Erschließung eines neuen Wohngebiets aus. Größter Brocken im Haushalt ist die Neukonzeption der Klärteichanlagen, die 1,35 Millionen Euro kostet.

18 Fuhlendorf wird für 800.000 Euro die Kanalisation im Ort sanieren.

19 Hardebek beteiligt sich an der Schleswig-Holstein Netz AG und gibt dafür 490.000 Euro aus.

20 Mönkloh erwirbt für 210.000 Euro Flächen für den Wohnungsbau.

21 Heidmoor hat 30.000 Euro Beratungskosten für ein neues Wohngebiet eingeplant.

22 Großenaspe kauft für 180.000 Euro ein neues Fahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr; zudem soll für 90.000 Euro ein Grundstück erworben werden, um die Kindertagesstätte erweitern zu können. Mit 850.000 Euro schlägt der Außenfahrstuhl an der Grundschule zu Buche, der für die Barrierefreiheit des Gebäudes sorgen soll. Für dieses Projekt erwartet die Gemeinde Zuschüsse. Weitere 300.000 Euro gibt Großenaspe für die Kläranlage aus und investiert 340.000 Euro für ein Wohngebiet mit 17 Grundstücken.

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