Corona-Pandemie

Polizei Norderstedt löst Party mit 13 Jugendlichen auf

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Ein Streifenwagenbesatzung der Polizei löste die Party am Sonnabend auf.

Ein Streifenwagenbesatzung der Polizei löste die Party am Sonnabend auf.

Foto: Fotostand / K. Schmitt / picture alliance / Fotostand

Die 16 bis 19 Jahre alten Norderstedter feierten lautstark und ohne Masken im Rantzauer Forst. Ein teurer Spaß.

Norderstedt. Dass an sich an einem Sonnabend Norderstedter Jugendliche unter dem Dach eines Unterstandes im Wald treffen, um zu feiern, ist unter normalen Umständen keine Meldung wert. Aufgrund der derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen jedoch, wurde aus der Party im Wald nun ein Polizeieinsatz.

13 Jugendliche, im Alter zwischen 16 und 19 Jahren, hatten sich am vergangenen Sonnabend beim Unterstand des Waldkindergartens im Rantzauer Forst getroffen. Gegen 21 Uhr meldeten sich Zeugen bei der Polizei.

"Diese Partys beim Waldkindergarten gab es schon vor und jetzt auch während der Pandemie", sagt der Norderstedter Polizeibeamte Kai Hädicke-Schories. "Die Kindergartenbetreiber müssen morgens dann zunächst das Chaos wegräumen - leere Flaschen, leere Chipstüten und jede Menge Kippen." Normalerweise lassen sich aus den Hinterlassenschaften keine Rückschlüsse auf die Verursacher finden.

Corona-Party: Norderstedter Jugendliche feiern ohne Masken und Abstand

Am Sonnabend fuhr eine Polizeistreife ohne Signal über die Straße Syltkuhlen in Richtung der Party. Schließlich sollten die Feiernden nicht gewarnt werden. Schon bei der Anfahrt hörten die Beamten die Musik dröhnen und die lautstarken Gespräche der Jugendliche.

Die Beamten stellte die Partygesellschaft. "Sie trugen alle keine Masken, niemand hielt ausreichend Abstand zu seinem Nächsten", sagt Hädicke-Schories. Es wurde Alkohol getrunken, und aus zwei großen Musikboxen kam die Musik.

Die Beamten beendeten die Feier und schickten die volljährigen Jugendlichen in Zweiergruppen weg. Fünf der Jugendlichen waren minderjährig und wurden in die Obhut der Eltern übergeben. Auf die Jugendlichen wartet nun ein Bußgeldverfahren wegen Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz. "Ein dreistelliger Betrag wird das für jeden werden, mindestens 150 Euro", sagt Hädicke-Schories.

Die Norderstedter Polizei verzeichnet vermehrt Anzeigen wegen privater Feiern. "Vier Anzeigen liegen vor. Darunter kleinere Feiern von vier Leuten in der Wohnung, die von Nachbarn angezeigt wurden."