Bundestagswahl

SPD verschiebt Kandidaten-Aufstellung ein weiteres Mal

Christopher Herbst
Der Wahlkreis Segeberg/Stormarn-Mitte ist der meisten umkämpfte in Schleswig-Holstein.

Der Wahlkreis Segeberg/Stormarn-Mitte ist der meisten umkämpfte in Schleswig-Holstein.

Foto: Ulla Michels / WAZ

Fünf Bewerber für den Wahlkreis Segeberg/Stormarn-Mitte müssen sich weiter gedulden. Pandemie-Situation verhindert Veranstaltung.

Kreis Segeberg. Am 26. September ist Bundestagswahl. Doch wer für die SPD im Wahlkreis Segeberg/Stormarn-Mitte antreten wird, kann nicht wie geplant am 23. Januar entschieden werden. Die Kreisverbände Segeberg und Stormarn haben beschlossen, ihre Wahlkreiskonferenz abzusagen, es ist bereits die zweite Verschiebung, nachdem auch der Novembertermin nicht zu halten war. „Mit unserem strengen Hygienekonzept und dem großzügigen Raumangebot in der Stormarnhalle in Bad Oldesloe hätten wir allen Delegierten ein Höchstmaß an Sicherheit bieten können“, sagt zwar Katrin Fedrowitz, Segeberger Kreisvorsitzende.

Allerdings hätten bereits einige Delegierte ihre Teilnahme wegen der Pandemiesituation abgesagt. Der Stormarner Vorsitzende Tobias von Pein ist überzeugt: „Angesichts der nochmals verschärften Corona-Beschränkungen wäre die Konferenz ein falsches Signal gewesen“. Selbst wenn eine Durchführung gemäß der Corona-Landesverordnung erlaubt gewesen wäre, da es sich um die Vorbereitung einer staatlichen Wahl handelt.

Drei Norderstedter unter den Bewerbern

Kein Wahlkreis in Schleswig-Holstein ist umkämpfter, eine Frau und vier Männer konkurrieren um das Mandat, sie wollen den langjährigen CDU-Bundestagsabgeordneten herausfordern. Neben der Oldesloerin Miriam Huppermann sind dies die Norderstedter Tobias Schloo, Bengt Bergt und Jens Kahlsdorf sowie Tobias Weil aus Ellerau. Schon im Herbst hatte es drei Online-Vorstellungsrunden gegeben, nun ist eine weitere Videokonferenz geplant, damit sich die Bewerber den Delegierten präsentieren können.

Eine Kandidatenaufstellung sei zwingend notwendig, sagen die Kreisverbände. Derzeit könne dies aber nur auf einer Präsenzveranstaltung erfolgen. Das heißt: Irgendwann muss ein Termin auch stattfinden, unabhängig der Corona-Lage. Die Sozialdemokraten könnten anders verfahren, wenn dies durch Entscheidungen auf Bundesebene möglich gemacht wäre. Dann wäre auch eine Brief- oder Urnenwahl eine Option.

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