Kultur

Theaterchef wehrt sich gegen "niederträchtige" Kritik

Wolfgang Klietz
Ein Bild aus besseren Zeiten: Ex-Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach und Theaterverein-Geschäftsführer Jürgen Laatsch, hier mit Sängerin Carolin Fortenbacher, Peter Offergeld und Benedikt Brede 

Ein Bild aus besseren Zeiten: Ex-Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach und Theaterverein-Geschäftsführer Jürgen Laatsch, hier mit Sängerin Carolin Fortenbacher, Peter Offergeld und Benedikt Brede 

Foto: Wolfgang Klietz

Die Stadt Bad Bramstedt hatte die Zusammenarbeit mit Jürgen Laatsch vom Theaterverein beendet

Bad Bramstedt. Der Geschäftsführer des Bramstedter Theatervereins, Jürgen Laatsch, hat öffentlich geäußerte Vorwürfe gegen seine Arbeit und seine Person zurückgewiesen. „Ich habe das nicht verdient und empfinde es als niederträchtig und respektlos“, sagt der 55-Jährige, der 18 Jahre mit einer Zwei-Drittel-Stelle für den Verein tätig war und sich jetzt auf der Suche nach einem neuen Job befindet. Wie berichtet, hatte die Stadt die Zusammenarbeit mit dem Verein zum Jahreswechsel beendet. Da damit voraussichtlich auch der Auftrag des Vereins endet, den Betrieb im Kurhaustheater sicherzustellen, folgte die Entlassung von Laatsch zum 30. Juni.

Laatsch kann die Kritik nicht nachvollziehen, im Theater stünden zu wenige Veranstaltungen auf dem Programm. „Wir sind nicht das Thalia-Theater“, sagt Laatsch. Das Theater sei nicht, wie oft behauptet, nur an 60 Tagen im Jahr belegt gewesen. Vielmehr sei die Bühne zwischen 70 und 90 Tagen genutzt worden. Dazu zählen zum Beispiel auch Proben, Kurkonzerte und Vortragsveranstaltungen. Mehr Veranstaltungen seien kaum zu organisieren, sagt er.

„Ich war bei jeder Veranstaltung dabei“, sagt Laatsch, der allein den Theaterbetrieb organisiert und das Programm zusammengestellt hat. Außer ihm beschäftigt der Verein nur Aushilfen. „Mir macht die Arbeit Spaß, ich habe das gern gemacht“, sagt der Geschäftsführer. Seine Verbitterung ist ihm anzuhören.

Auch der Vereinsvorsitzende, Ex-Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach, hatte beklagt, dass Laatsch oft ungerecht behandelt worden sei. Wie berichtet, war es zum Bruch zwischen der Stadt und dem Verein gekommen, weil Politik und Verwaltung mit der Auslastung der Bühne unzufrieden waren. Die Stadt zahlte jährlich 81.000 Euro an den Verein, der davon für das Theater monatlich 3500 Euro Miete an das Klinikum überweisen musste.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Norderstedt