Schutz gegen Covid-19

Krankenhäuser im Kreis starten Mitarbeiter-Impfungen

| Lesedauer: 3 Minuten
Christopher Herbst
Walburga Limmer, Mitarbeiter der Paracelsus-Klinik in Henstedt-Ulzburg, erhält von Dr. Johannes Hallauer, Chefarzt des Paracelsus-Zentralinstituts für Krankenhaushygiene, ihre erste Schutzimpfung.

Walburga Limmer, Mitarbeiter der Paracelsus-Klinik in Henstedt-Ulzburg, erhält von Dr. Johannes Hallauer, Chefarzt des Paracelsus-Zentralinstituts für Krankenhaushygiene, ihre erste Schutzimpfung.

Foto: Maren Maak

Das Personal der Paracelsus-Klinik in Henstedt-Ulzburg und der Segeberger Kliniken erhält die Covid-Immunisierung.

Henstedt-Ulzburg/Bad Segeberg. In der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg werden seit Montag Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen Covid-19 geimpft. Priorität für die Immunisierung hat zunächst das Personal in besonders gefährdeten Bereichen: die Zentrale Notaufnahme, die Intensivstation und die periphere Covid-Station. "Aber letztlich müssen wir jeden unserer Mitarbeiter, der mit Patienten arbeitet, schützen", sagt Dr. Jürgen Ropers, Ärztlicher Leiter der Paracelsus-Klinik, der sich freut, dass eine hohe Impfbereitschaft zu verzeichnen ist.

In der ersten Runde haben 60 Personen die erste der zwei Impfungen mit dem Serum von Pfizer-Biontech erhalten. Wöchentlich wird es weitere Lieferungen des Vakzins geben, im Laufe des Januar sollen so bereits 240 der insgesamt 450 Mitarbeiter zweimal geimpft werden können. "Für Mitarbeiter und Patienten bedeutet die Impfung eine sehr hohe Sicherheit - es war deutlich zu spüren, wie erleichtert die Mitarbeiter waren, die in den vergangenen Wochen und Monaten erlebt haben, was Covid-19 anrichten kann und die sich jetzt gut geschützt fühlen", sagt Dr. Johannes Hallauer, Chefarzt des Zentralinstituts für Krankenhaushygiene der Paracelsus-Kliniken Deutschland. Er bereitete gemeinsam mit Sabine Westerfeld, Hygienefachkraft in Ausbildung, die Impfungen vor und führte diese durch.

Eine der ersten geimpften Mitarbeiterinnen war Walburga Limmer, Leitung der Station A. "Für mich ist es völlig klar gewesen, mich impfen zu lassen", sagte sie, "alles, was das Risiko minimiert, ist sinnvoll. Wir haben eine Verantwortung unseren Patienten gegenüber. Wenn die Impfung dafür sorgt, dass ich nicht erkranken kann, dann werde ich mit dieser Impfung meiner Verantwortung stärker gerecht."

Impfbereitschaft in Bad Segeberg steigt deutlich

In den Segeberger Kliniken haben in der ersten Woche nach dem bundesweiten Start der Covid-19-Schutzimpfungen bereits 260 der insgesamt 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine erste Dosis des Impfstoffs erhalten. Wie das größte private Klinikunternehmen in Schleswig-Holstein mitteilt, hätten hierbei insbesondere Mitarbeiter der Covid-Infektionsstation, der Zentralen Notaufnahme und der Intensivstation Vorrang gehabt.

In dem Krankenhauskomplex gibt es zwei interne Impfzentren - eines in der Allgemeinen Klinik, das zweite im Herz- und Gefäßzentrum. Zwei ausgewählte Teams nehmen hier die Impfungen vor. Die erste geimpfte Person war die Ärztliche Leiterin des Covid-19-Krisenstabs, Stephanie Liedtke. „Ich bin zuversichtlich, dass wir in den kommenden Wochen dem Großteil unserer Mitarbeiter eine Impfung anbieten können“, so Liedtke. Die nächsten 150 Impfdosen sind für die kommende Woche angekündigt.

Anfangs habe die Impfbereitschaft im Unternehmen bei lediglich 50 Prozent gelegen, in den letzten Tagen sei diese dann deutlich gestiegen. Entscheidender Grund: Die bisher geimpften Personen klagen kaum über Nebenwirkungen. Einmal sei eine leichte Müdigkeit aufgetreten, ein anderes Mal ein muskelkaterähnliches Gefühl im Arm, ähnlich wie bei einer Grippeschutzimpfung. „Die Stimmung im Impfzentrum ist sehr positiv, die Erleichterung ist bei allen deutlich zu spüren.“, berichtet Sven Pagel, stellvertretende Pflegedienstleitung und Impfassistent.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Norderstedt