Umwelt

Segebergs Bäume haben die Trockenheit gut überstanden

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Der Kreis Segeberg ist im Vergleich zu anderen Kreisen im Lande waldreich: 231,7 Quadratkilometer Wald machen rund 17 Prozent der Kreisfläche aus.

Der Kreis Segeberg ist im Vergleich zu anderen Kreisen im Lande waldreich: 231,7 Quadratkilometer Wald machen rund 17 Prozent der Kreisfläche aus.

Foto: Julia Walther

Mit einer Fläche von 40 Quadratkilometern ist der Segeberger Forst nach dem Sachsenwald der zweitgrößte Wald in Schleswig-Holstein.

Kreis Segeberg. Die Bäume im Kreis Segeberg mussten im vergangenen Jahr erhebliche Stresssituationen überstehen – aber den Stress haben sie gut verkraftet: Während in vielen Bundesländern die Menge an Schadholz beständig zunimmt, sieht es im Kreis Segeberg und im übrigen Schleswig-Holstein wesentlich besser aus. Dieses Fazit ziehen die schleswig-holsteinischen Landesforsten nach Ablauf des Jahres 2020.

Mit einer Fläche von 40 Quadratkilometern ist der Segeberger Forst nach dem Sachsenwald der zweitgrößte zusammenhängende Wald in Schleswig-Holstein. Überhaupt ist der Kreis Segeberg im Vergleich zu anderen Kreisen im Lande waldreich: 231,7 Quadratkilometer Wald machen rund 17 Prozent der Kreisfläche aus. Wie steht es um den Wald im Kreis Segeberg? „Die Wälder auf den Sandstandorten im Segeberger Forst und bis zum Hamburger Randbereich haben erheblich unter der Trockenheit gelitten“, sagt Ionut Huma, Sprecher der Landesforsten. Zwar hätten Regengüsse zunächst die Hauptprobleme kurzfristig beseitigt, ob es zu Wurzelschäden gekommen ist, sei noch nicht absehbar.

Immerhin: Im Kreis Segeberg wurde nach Angaben von Ionut Huma kein flächenhaftes Absterben von Bäumen durch Trockenstress beobachtet. Auch der Borkenkäferbefall sei in den Wäldern „nicht übergroß“ gewesen. Landesweit habe es 25.000 Festmeter Schadholz gegeben – etwa 10.000 Meter weniger als 2019. Nach Angaben der Bundesregierung hat sich die Menge an Schadholz in den vergangenen zwei Jahren deutschlandweit mehr als verdoppelt.

Ionut Huma geht davon aus, dass einerseits das Klima zwischen Nord- und Ostsee für den Waldbestand günstig ist, andererseits zahle sich die nachhaltige und naturnahe Forstwirtschaft nach strengen ökologischen und sozialen Maßstäben über Jahrzehnte aus. „Deshalb und aufgrund der klimabegünstigten Situation ist der Zustand unserer Wälder heute vorratsreich, artenreich und relativ klimastabil“, sagt der Sprecher der Landesforsten.