Stadtentwicklung

Garstedt soll attraktiver werden

Im Willy-Brandt-Park sind Sportanlagen für die Schulen geplant, die außerhalb des Schulbetriebs für jedermann zugänglich sein sollen.

Im Willy-Brandt-Park sind Sportanlagen für die Schulen geplant, die außerhalb des Schulbetriebs für jedermann zugänglich sein sollen.

Foto: TA CAPS / Thorsten Ahlf

Die Neugestaltung des Willy-Brandt-Parks und der Neubau der Feuerwache in dem Norderstedter Stadtteil sind am 3. Dezember Thema im Ausschuss.

Norderstedt.  Der Willy-Brandt-Park wird unter Berücksichtigung des geplanten Bildungshauses neu gestaltet. Und die Feuerwehr bekommt eine neue Wache – zwei Projekte, die über die Grenzen Garstedts hinaus wichtig für Norderstedt sind. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr wird sich am Donnerstag, 3. Dezember, mit den Bebauungsplänen beschäftigen und damit das Bauleitverfahren voranbringen.

Die Bebauungspläne legen den Rahmen für die Neugestaltung fest. Der Willy-Brandt-Park ist in die Jahre gekommen und soll attraktiver werden. Dort sollen auch die dringend benötigten Sportanlagen für die Willy-Brandt-Gemeinschaftsschule, die Grundschule Lütjenmoor und das Coppernicus-Gymnasium entstehen, die zudem außerhalb des Schulbetriebs für jedermann zugänglich sein sollen. Die Pläne sehen den Fortbestand der Hundeauslauffläche im Süden der Fläche und Spielpunkte für Kinder vor, die sich wie ein Band durch die grüne Lunge des bevölkerungsreichsten Norderstedter Stadtteils ziehen werden – der Park hat im mit Hochhäusern durchsetzten und am dichtesten besiedelten Gebiet in der Stadt eine wichtige Funktion für die Erholung der Menschen.

Die Spielflächen werden den Bolzplatz und den Spielplatz am Adenauerplatz ersetzen – sie müssen dem Neubau des Bildungshauses weichen. Im künftigen kulturellen Treffpunkt werden Bücherei, Volkshochschule und Stadtarchiv unter einem Dach zusammengefasst. Eine Tiefgarage ist nicht geplant, ohnehin sehen die Pläne wenige Stellplätze für Pkw vor. Die Stadt geht davon aus, dass die Besucher des Bildungshauses in Busse und U-Bahn steigen, denn ZOB und die U-Bahnstation Garstedt sind nur wenige Schritte entfernt.

50 Prozent Sozialwohnungen und nur wenige Parkplätze

Neben dem Bildungshaus ist auf dem Gelände der jetzigen Bücherei Garstedt ein Wohngebäude mit maximal sechs Geschossen vorgesehen. Auch für den Wohnkomplex sind nur wenige Parkplätze vorgesehen. 50 Prozent der Wohnungen müssen als Sozialwohnungen gebaut werden, und wer wenig Geld zum Leben hat, habe auch meist kein Auto. Mit den Geschäften und dem ÖPNV vor der Tür könnten hier Menschen einziehen, die auf ein Auto verzichten.

Auch die Besucher der Tagesaufenthaltsstätte, in der Obdachlose betreut werden, besitzen meist kein Auto. Daher reichten hier laut Verwaltung Stellplätze für die Betreuer. Für die gut frequentierte Anlaufstelle, die aus allen Nähten platzt, wird das Dasein im Container enden, das Provisorium wird durch einen zweigeschossigen Festbau ungefähr am gleichen Standort ersetzt.

Der Adenauerplatz und der sich daran anschließende, momentan wenig attraktive Bereich sollen aufgehübscht werden. Dem Platz kommt als Entrée zum Bildungshaus hohe Bedeutung zu. Zum Park hin seien ein Café mit Außenplätzen oder Lesegärten denkbar.

Der Neubau der Feuerwache ist das zweite Garstedter Großprojekt. Das Haus der Ortswehr stammt aus dem Jahr 1959 und entspricht nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Wehr. Die Politiker haben dem Neubau, der rund drei Millionen Euro kosten soll, schon zugestimmt. Jetzt geht es an den Bebauungsplan. Er soll ausgelegt werden, die Öffentlichkeit sowie die sogenannten Träger öffentlicher Belange müssen am Bauleitverfahren beteiligt werden. Diesen Auslegungsbeschluss wollen die Politiker am Donnerstag im Fachausschuss fassen.

Festgelegt wird der Status „Gemeinbedarfsfläche mit der Zweckbestimmung Feuerwehr“, andere Nutzungen sind damit ausgeschlossen. Fest gelegt wird, dass das Gebäude maximal zwei Geschosse bekommen und höchstens acht Meter hoch sein darf, damit es sich noch in die Umgebung einfügt. Um die Nachbarn vor Lärm zu schützen, sind drei je vier Meter hohe Lärmschutzwände vorgesehen. Da die jetzige Fläche für das neue Feuerwehrhaus nicht reicht, muss die Stadt im Bereich des Neubaus ein Stück vom Grünzug zwischen Möhlenbarg und Scharpenmoor abtrennen. Der Weg muss leicht verschwenkt werden, er soll aber als Verbindung erhalten bleiben. Mit diesen Vorgaben können die Architekten nun das Gebäude planen.