Kreis Segeberg

Zahl der Arbeitslosen sinkt leicht

Foto: Uwe Anspach / dpa

7824 Männer und Frauen im Kreis Segeberg waren im November ohne Job. In Norderstedt liegt die Arbeitslosenquote bei 5,7 Prozent.

Kreis Segeberg . Die Zahl der Arbeitslosen sinkt, die Kurzarbeit nimmt zu – so fasst Thomas Kenntemich, Leiter der Arbeitsagentur Elmshorn, die Lage auf dem Arbeitsmarkt zusammen. Insgesamt 7824 Männer und Frauen im Kreis Segeberg sind erwerbslos, 218 weniger als im Oktober. Damit geht die Arbeitslosigkeit im vierten Monat in Folge zurück, aber: Im Vergleich zum November 2019 sind 1663 Menschen mehr ohne Job. Die Quote liegt bei 5 Prozent, 0,2 Punkte unter dem Oktoberwert und ein Prozent über der Quote von vor einem Jahr.

In Norderstedt gibt es 2746 Erwerbslose, die Quote sank seit Oktober um 0,1 Punkte auf 5,7 Prozent. Im November 2019 lag sie bei 4,3 Prozent. Für den Raum Kaltenkirchen meldet die Arbeitsagentur 2971 Arbeitslose und eine Quote von 4,8 Prozent, 0,2 Punkte mehr als im Oktober und 1,1 Punkte mehr als im Vorjahr. In Bad Segeberg und Umgebung sind 2107 Menschen ohne Arbeit. Auch hier ist die Quote minimal gesunken und übertrifft den Novemberwert von 2019 deutlich.

Mehr Beschäftigte in Kurzarbeit als im Oktober

Im November zeigten 141 Betriebe aus dem Kreis Segeberg für 1219 Beschäftigte Kurzarbeit neu an, 20 Firmen mit 272 Mitarbeitern mehr als im Oktober. „Vor allem der neue Teil-Lockdown machte viele Anzeigen erforderlich, insbesondere, wenn Unternehmen zuvor drei Monate oder länger ohne Kurzarbeit ausgekommen waren“, sagt Agenturchef Kenntemich.

Kurzarbeit bleibe ein wichtiges und effektives Mittel, um viele Arbeitsplätze in der Region zu sichern und den Unternehmen ihr eingearbeitetes Personal zu erhalten.

Zwar stieg die Nachfrage nach Personal leicht, aber wegen der Corona-Krise meldeten die Betriebe seit Jahresbeginn nur 5039 offene Stellen, fast ein Viertel weniger als im vergangenen Jahr. Mit Blick auf den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am Donnerstag, 3. Dezember, und den Fachkräftemangel appelliert Thomas Kenntemich an die Betriebe, Menschen mit Handicap einzustellen. „Sie bringen häufig die dringend gesuchten Qualifikationen und Fähigkeiten mit – jeder Zweite besitzt eine Berufsausbildung. Daher verdient jede Bewerbung eine faire Chance.“

Praktika und Probebeschäftigung eigneten sich gut zum gegenseitigen Kennenlernen. Die Arbeitsagentur bietet dazu Beratung und individuelle Hilfen an.