Kreis Segeberg

BKA ermittelt in Henstedt-Ulzburg gegen Drogenbande

Ein Mann wird in Handschellen gelegt (Symbolbild).

Ein Mann wird in Handschellen gelegt (Symbolbild).

Foto: Frank May / picture alliance / Frank May

Ermittler durchsuchen eine Wohnung in der Großgemeinde. Neun Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft.

Henstedt-Ulzburg / Hamburg. Die Ermittlungen des Bundeskriminalamtes (BKA) gegen eine internationale Bande von Kokainschmugglern führen auch nach Henstedt-Ulzburg. Bei der Razzia in Norddeutschland vor einer Woche sei ein Mann in Hamburg festgenommen, der mit seiner Wohnanschrift in Henstedt-Ulzburg gemeldet ist, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg, Nana Frombach. Außerdem sei in der Gemeinde eine Wohnung durchsucht worden, in der ein weiteres mutmaßliches Bandenmitglied wohnt. Die Ermittlungen des BKA dauern an.

Seit der Razzia sitzen neun Verdächtige in Untersuchungshaft. Die Bande soll rund zwei Tonnen Kokain von Südamerika nach Hamburg geschmuggelt haben. Mit Hilfe von Fuhrunternehmern und Hafenmitarbeitern sei das Rauschgift aus Containern im Hamburger Hafen geholt und weiter in Europa verteilt worden, sagte Frombach.

Mehr als 270 Beamte an Einsatz beteiligt

Bei mehr als 30 Durchsuchungen von Wohnungen und Geschäftsräumen stellten die Ermittler 2,5 Millionen Euro in bar, wertvollen Schmuck sowie ein teures Auto sicher. Außerdem pfändeten sie Vermögenswerte im einstelligen Millionenbereich.

An dem Einsatz waren nach Angaben des BKA mehr als 270 Beamte beteiligt, darunter Spezialkräfte. Gegen die gut organisierte Tätergruppierung sei seit August ermittelt worden, teilten die Ermittler mit.