Kreis Segeberg

Arbeitgeber startet Spendenaktion für Angehörige

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Annabell Behrmann
Kai Fümel aus Itzstedt erlitt am 20. Oktober einen Herzinfarkt auf der Autobahn 1 und verstarb. Sein Arbeitgeber sammelt nun Spenden für seine Familie.

Kai Fümel aus Itzstedt erlitt am 20. Oktober einen Herzinfarkt auf der Autobahn 1 und verstarb. Sein Arbeitgeber sammelt nun Spenden für seine Familie.

Foto: Privat

Kai Fümel aus Itzstedt starb unerwartet an einem Herzinfarkt auf der Autobahn 1. Arbeitgeber will Familie unterstützen.

Itzstedt/Bad Oldesloe.  Gerade einmal vier Wochen war Kai Fümel für seinen neuen Arbeitgeber tätig, da wurde der Paketzusteller unerwartet aus dem Leben gerissen: Wie gewohnt wollte der 60-Jährige am Morgen des 20. Oktober seinem Job nachgehen und Pakete ausliefern. Fümel befuhr die Autobahn 1 in Richtung Hamburg, als er plötzlich einen Herzinfarkt erlitt . Zwischen Bad Oldesloe und Bargteheide verlor der Itzstedter die Kontrolle über sein Fahrzeug. Zwar war der Rettungsdienst schnell am Unfallort und brachte den Fahrer ins Krankenhaus, doch der Familienvater verstarb noch am Nachmittag an den Folgen seines Infarktes. Niemand sonst wurde verletzt. Kai Fümel hinterlässt eine Frau, drei Kinder und vier Enkelkinder.

„Kai war ein immer lebensfroher Mensch und ist in seiner Tätigkeit als Paketzusteller förmlich aufgegangen. Seinen sympathischen Charakter und die diversen motivierenden Ansprachen im Kollegium werden wir vermissen, und es wird noch einige Zeit vergehen, bis wir diesen Verlust verarbeitet haben“, schreibt sein Arbeitgeber, die Ergota Dienstleistungs GmbH, auf der Spendenplattform „gofundme“.

Schon mehr als 4800 Euro Spenden gesammelt

Fümels Familie fehlt nicht nur ein geliebter Mensch, sondern nun auch der Verdienst. Deswegen hat das Dienstleistungs-Unternehmen dazu aufgerufen, für die Hinterbliebenen zu spenden. „Ich weiß, wie teuer eine Beerdigung ist und was für ein Rattenschwanz daran hängt“, sagt Michael Föls, kaufmännischer Leiter des Betriebs. „Die Seele können wir nicht reparieren. Aber wir können für finanzielle Entlastung sorgen. Wir möchten der Familie helfen, ihren Fokus komplett auf die Trauer richten zu können, anstatt sich um ihre Existenz sorgen zu müssen.“

Mehr als 4800 Euro an Spenden sind bereits zusammengekommen. Fast 90 Spenderinnen und Spender – darunter auch der Arbeitgeber selbst – haben sich an der Aktion bisher beteiligt. 7500 Euro hat Michael Föls zum Ziel erklärt.

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