Kreis Segeberg

WHU will Areal des Henstedter Hofs überplanen

Karin Honerlah (WHU) vor dem Henstedter Hof.

Karin Honerlah (WHU) vor dem Henstedter Hof.

Foto: Christopher Herbst) / Christopher Herbst

Fraktion schlägt ein Projekt mit Eigentums- und Sozialwohnungen vor. Vorbild könnten „Hof-Terrassen“ in Norderstedt sein.

Henstedt-Ulzburg.  Die WHU plädiert dafür, dass Politik und Verwaltung in Henstedt-Ulzburg endlich ein Zukunftskonzept für das Gelände des alten Henstedter Hofs entwerfen. In der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses am Montag, 16. November (18.30 Uhr, Ratssaal), wird die Fraktionsvorsitzende Karin Honerlah einen entsprechenden Antrag vorstellen.

Demnach soll das 6000 Quadratmeter große Grundstück, das der Gemeinde gehört, überplant werden – und zwar mit dem Ziel einer Wohnbebauung. Eine „Durchmischung von Eigentum und sozialem Wohnungsbau“, das sei hier passend, so Honerlah. „Es gibt viele Bürger, die allein in ihren Häusern wohnen und sich verkleinern möchten, jedoch nicht den passenden Wohnraum finden.“ Das wisse man unter anderem aus dem Wohnungsmarktkonzept und den Bevölkerungs- und Haushaltsprognosen.

Gebäude für alleinstehende Flüchtlinge genutzt

Ein Vorbild sei das genossenschaftliche Projekt „Hof-Terrassen“ des Entwicklers Ting in Norderstedt. Dort wurden – im Garstedter Dreieck – 42 Wohnungen gebaut, davon 18 öffentlich geförderte und 24 frei finanzierte. Honerlah: „Ein Einfamilienhausgebiet brauchen wir hier nicht.“ Vielmehr könnte auch ein Ärztezentrum auf dem Grundstück entstehen, schlägt die WHU vor. Auch dafür könnten schon jetzt mögliche Investoren und interessierte Ärzte gesucht werden.

Derzeit nutzt Henstedt-Ulzburg das Gebäude, das früher eine Gaststätte war, für alleinstehende Flüchtlinge, rückseitig befindet sich eine brach liegende Grünfläche. Man hatte sich im Ort zwar einmal darauf verständigt, einen Architektenwettbewerb durchzuführen, dieser hat aber nie stattgefunden. „Das können wir auch selbst machen“, sagt Karin Honerlah. „Ebenso wie beim Wohnprojekt Wöddel könnten die potenziellen Bauherren von Beginn an mitwirken. Ihre Häuser und Grundstücke könnten jungen Familien begehrten Bauplatz und Wohnraum bieten.“

( che )

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