Naturschutz

Atze Schröder forstet den Kreis Segeberg auf

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Andreas Burgmayer
Kann gut buddeln: Atze Schröder in Neversdorf mit Ute Ojowski, Stiftungsvorstand der Stiftung Naturschutz SH.

Kann gut buddeln: Atze Schröder in Neversdorf mit Ute Ojowski, Stiftungsvorstand der Stiftung Naturschutz SH.

Foto: Burkhard Fuchs

Zeichen für Umweltschutz in der Metropolregion Hamburg: Comedian pflanzte in Neversdorf den ersten von 10.000 Bäumen, die er spendet.

Neversdorf. Schluss mit lustig und nu’ mal ganz im Ernst: Am Freitag hat Comedian Atze Schröder in Neversdorf die ersten von von zehntausend Bäumen gepflanzt, die er seinen Fans anlässlich einer Live-Show in der Barclaycard Arena in Hamburg geschenkt hat. Atze setzt damit ein Zeichen für Umweltschutz und Nachhaltigkeit in der Metropolregion Hamburg.

Die Bäume versprach er seinen Fans in der Barclaycard-Arena

Während seiner Show am 14. Februar 2020 in der Hamburger Barclaycard Arena kündigte Atze Schröder an, für jeden der 10.000 Zuschauer einen Baum zu spenden. Die Metropolregion Hamburg half bei der Vermittlung einer geeigneten Fläche für die Bäume. Mit seiner Aktion unterstützt Atze Schröder die Initiative Fame Forest, die jedem Künstler, der in der Barclaycard Arena auftritt, einen Baum pflanzt.

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In den zurückliegenden Monaten wurden so in Hamburg fast 100 Bäume ins Erdreich gebracht, die mittlerweile zu einem kleinen Wald gewachsen sind. Das ökologisch-soziale Projekt basiert auf einer Idee von Jan Schierhorn, Gründer der gemeinnützigen Initiative „Das Geld hängt an den Bäumen“, der Anschutz Entertainment Group und Barclaycard.

In Atzes Wald wird sich die Haselmaus jetzt wohlfühlen

Die ersten Bäume von „Atzes Wald“ stehen auf einem etwa 4,5 Hektar großen, ehemals intensiv genutztem Grünland im Neuen Urwald Neversdorf. Die Naturwälder der Stiftung Naturschutz dienen ausschließlich dem Biotop-, Arten- und Klimaschutz und werden forstwirtschaftlich nicht genutzt. Das waldärmste Bundesland bekommt dank Atze Schröder neuen Lebensraum für besonders gefährdete Arten.

Die Fläche ist besonders wertvoll, da es südlich und nördlich Nachweise der Haselmaus gibt, die auf der Roten Liste als stark gefährdet steht. Die Stiftung Naturschutz hofft nun, dass diese Fläche als Trittstein-Biotop beide Populationen miteinander vernetzen wird. Solche Biotopverbindungen machen es Tieren und Pflanzen möglich, zu wandern um beispielsweise auf Klimaveränderungen zu reagieren.

Einem großangelegten Projekt zum Biotopverbund hat die Metropolregion Hamburg gemeinsam mit der Stiftung Naturschutz und viele weiteren Partnern mehr als eine Millionen Euro in diese Biotop-Infrastruktur investiert. Das Projekt verbindet und stärkt die ökologisch wertvollen Freiräume und stellt das grenzübergreifende Handeln in den Mittelpunkt.

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