Norderstedt

Kurze Wege beim Service rund um die Gesundheit

Landrat Jan Peter Schröder, Fachbereichsleiterin Karin Löhmann (rechts) und Norderstedts Stadträtin Anette Reinders. Foto: Fuchs

Landrat Jan Peter Schröder, Fachbereichsleiterin Karin Löhmann (rechts) und Norderstedts Stadträtin Anette Reinders. Foto: Fuchs

Foto: Burkhard Fuchs

Neue Service in Norderstedt: Viele Hilfesuchende müssen nicht mehr nach Bad Segeberg fahren

Norderstedt.  Die Kreisverwaltung ist jetzt noch dichter an den Hilfsbedürftigen dran. Landrat Jan Peter Schröder und Norderstedts Erste Stadträtin Anette Reinders eröffneten die neue Außenstelle des Fachbereichs Soziales, Jugend, Bildung und Gesundheit im Haus Ochsenzoller Straße 142a.

Vor allem Norderstedter Eltern mit Kindern, die gesundheitliche Probleme haben oder Eingliederungshilfen benötigen, hätten jetzt viel kürzere Wege, um sich hier untersuchen zu lassen und Hilfeanträge stellen zu können, sagt die zuständige Fachbereichsleiterin des Kreises Segeberg, Karin Löhmann. Zu ihrem Team gehören 400 Beschäftigte. „Unser Ziel ist es, noch besser erreichbar zu sein für die Menschen, die unsere Hilfe benötigen.“ Fünf Fachdienste sind in den neuen 200 Quadratmeter großen Räumen untergebracht. „Das bringt eine große Erleichterung für die Menschen in Norderstedt, die gesundheitliche Probleme haben“, sagt Sozialdezernentin Reinders. Sie habe es sich schon lange gewünscht, dass das viel kleinere Angebot des Kreises Segeberg für die sozialen Dienste am Buschweg erweitert wird.

Das neue Angebot gilt für Eingliederungshilfen, Schulbegleitung, amtsärztliche Untersuchungen, Vorsorgevollmachten, betreute Personen, die wegen ihrer Krankheit ihre rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten nicht mehr alleine regeln können, sowie für den sozialpsychiatrischen und jugendärztlichen Dienst. Da zu den zehn Mitarbeitern in der Norderstedter Außenstelle jetzt jeweils drei Ärzte und Sozialpädagogen gehören, könnten die Schuleingangsuntersuchungen erstmals in Norderstedt in diesen Räumen stattfinden. Immerhin ein Drittel der jährlich 3000 dieser Untersuchungen im Kreis Segeberg beträfe Eltern in Norderstedt, die dafür nun nicht mehr in die Kreisstadt fahren müssten, sagt Löhmann. „Ein Arzt wird ständig vor Ort sein. Hier können wir nun endlich auch Sprechstunden und Beratungsgespräche anbieten.“ Erstmals seien hier auch interdisziplinäre Diagnosen und Beratungen mit freien Sozialhilfeträgern möglich wie der Suchthilfe der Diakonie oder dem Sozialwerk.

„Wir machen hier die Wege für die Menschen kürzer, die es wegen ihrer gesundheitlichen Einschränkungen sowieso nicht so leicht im Leben haben“, sagt Landrat Schröder. „Bessere Erreichbarkeit, bessere Zusammenarbeit der sozialen Dienste. Mehr kann man sich nicht wünschen.“ Hans Jeenicke vom Norderstedter Seniorenbeirat ist zufrieden: „Das ist eine massive Erleichterung für viele Betroffene, auf die wir lange gedrungen haben.“ Etwa 100.000 Euro habe der Umbau und die Einrichtung der neuen Räumlichkeiten gekostet..