Norderstedt

Arriba: 178.870 Badegäste weniger als erwartet

Das Arriba-Erlebnisbad. Deutlich weniger Besucher als erwartet: Im zweiten Quartal hatte man mit 202.049 Besuchern gerechnet, gekommen waren lediglich 23.179.

Das Arriba-Erlebnisbad. Deutlich weniger Besucher als erwartet: Im zweiten Quartal hatte man mit 202.049 Besuchern gerechnet, gekommen waren lediglich 23.179.

Foto: Arriba

Stadtwerke Norderstedt rechnen für die eigenen Verbundunternehmen in diesem Jahr mit Millionen-Verlusten infolge der Corona-Pandemie.

Norderstedt.  Die Corona-Pandemie wird in der Bilanz der Stadtwerke Norderstedt in diesem Jahr tiefe Sputen hinterlassen. Besonders bei den Verbundunternehmen des städtischen Energieversorgers – dem Arriba Erlebnisbad, der Stadtpark GmbH und der Verkehrsgesellschaft Norderstedt – werden Millionen-Verluste erwartet.

Wie der erste Werkleiter Jens Seedorff in seinem Halbjahresbericht im Stadtwerkeausschuss ausführt, habe es die Bereiche Freizeit und Verkehr hart getroffen. „So wird die Besucherzahl des Arriba Erlebnisbades nicht annähernd die geplante Höhe von 812.000 erreichen“, teilt Seedorff mit. Man gehe von etwa der Hälfte an Besuchern aus. Im zweiten Quartal hatte man 202.049 Besucher erwartet, gekommen waren lediglich 23.179. Für die übrigen Quartale hofft man auf 232.000 Besucher – angesichts der sich derzeit zuspitzenden Infektionslage mutmaßlich unrealistisch.

Entsprechend sind die eingeplanten Erlöse in Höhe von 5,21 Millionen Euro Makulatur. Es wird derzeit mit nur noch 2,65 Millionen Euro an Eintrittsgeldern gerechnet, also mit einem Verlust von 2,56 Millionen Euro. Arriba-Geschäftsführer Ruud Swaen hatte im Abendblatt angesichts der Entwicklung von einem Jahresdefizit von bis zu 4,3 Millionen Euro gesprochen.

Seedorf teilt weiter mit, dass durch Einnahmeausfälle im Stadtpark und beim Betrieb der U1 in Norderstedt durch die Verkehrsgesellschaft nicht, wie geplant 2,78 Millionen Euro an Verlust zu erwarten seien, sondern nunmehr 4,61 Millionen Euro. Die durch Corona veränderte Lage in der Wirtschaft zeige sich auch beim Stromverbrauch. Etwa zehn Gigawattstunden Strom weniger wurden im ersten Halbjahr 2020 in Norderstedt verbraucht. Seedorff berichtet von einem Rückgang des Verbrauchs bei Gewerbe- und Großkunden, der mit einem Anstieg im Privatkundenbereich korrespondiere. Unter dem Strich rechnet Seedorf für die Stadtwerke trotz Corona mit einem positiven Jahresergebnis in Höhe von 13,57 Millionen Euro.