Norderstedt

Acht Lions Clubs spenden dem Hospiz 140.000 Euro

Frank Gerliner (l.) überreicht Pastor Andreas Hausberg (r.) den Scheck im Namen von acht Lions Clubs

Frank Gerliner (l.) überreicht Pastor Andreas Hausberg (r.) den Scheck im Namen von acht Lions Clubs

Foto: Burkhard Fuchs

Die Norderstedter Einrichtung wird am 30. Oktober offiziell eingeweiht. 14 Sterbenskranke können dann an der Lawaetzstraße betreut werden.

Norderstedt.  Das neu errichtete Hospiz in Norderstedt wird am kommenden Freitag, 30. Oktober, offiziell eröffnet. Die ersten schwerkranken Patienten könnten dann vom 3. November an in dem zweigeschossigen Bau an der Lawaetzstraße 1b aufgenommen werden, kündigte Pastor Andreas Hausberg am Donnerstagnachmittag an.

Der Geschäftsführer des Albertinen-Hospizes empfing am Donnerstag die Delegation von acht Lions Clubs aus den Kreisen Segeberg und Pinneberg, die zusammen 140.000 Euro für diese Einrichtung gespendet haben. Dazu gehören die Lions Clubs Norderstedt, Norderstedt-Forst-Rantzau, Norderstedt-Neo, Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg und Alveslohe sowie Quickborn und Ellerbek-Rellingen.

Pastor Hausberg bedankte sich für die finanzielle Unterstützung. Damit habe die Immanuel Albertinen Diakonie, die bereits ein fast baugleiches Hospiz in Hamburg-Volksdorf betreibt, jetzt 670.000 Euro an Spenden eingenommen. Mit weiteren zugesagten Mitteln seien es bald 750.000 Euro. Allerdings seien die Spendeneinnahmen noch weit von jener Million Euro entfernt, die sich der diakonische Bauherr und Betreiber gewünscht habe, um den 4,6 Millionen Euro teuren Bau zu finanzieren. Zudem würden weitere 200.000 Euro im Jahr benötigt, um den Betrieb des Hospizes zu tragen.

Die acht Lions Clubs hätten sich schnell entschlossen, „dieses großartige Projekt“ zu unterstützen, erklärte ihr Sprecher Frank Gerlinger. Bei einem Vortrag vor eineinhalb Jahren habe Pastor Hausberg großen Eindruck bei den Club-Mitgliedern hinterlassen. Einige seien regelrecht sprachlos gewesen, weil es um das Tabu-Thema Sterben gegangen sei. Das Geld solle vor allem der Einrichtung der 14 Zimmer für die sterbenskranken Menschen dienen, sagte Gerlinger. Auf die Ausstattung werde sehr viel Wert und Aufmerksamkeit gelegt, um den „Gästen“, ihren letzten Lebensabschnitt so angenehm wie möglich zu gestalten, erklärt Pastor Hausberg. Die Zimmer seien mit Schränken, Tischen, Fernsehern, Kühlschränken und speziellen Pflegebetten ausgestattet, die es den Patienten ermöglichten, jederzeit aufzustehen, wenn sie es wünschten.

Insgesamt 25 hauptamtliche Pflegekräfte werden sich um die bis zu 14 sterbenskranken Männer und Frauen kümmern, sagte Geschäftsführer Hausberg. Etwa ebenso viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer würden diese Arbeit unterstützen. Das neue Hospiz schließt nach Angaben Hausbergs eine Lücke im südlichen Schleswig-Holstein und sei für einen Einzugsbereich von rund 250.000 Menschen im Raum Norderstedt gedacht.