Kreis Segeberg

Fahranfänger bedrängt Videostreife auf der A 21

Eine Polizeikelle leuchtet in der Abenddämmerung (Symbolbild).

Eine Polizeikelle leuchtet in der Abenddämmerung (Symbolbild).

Foto: Frank May / picture alliance / Frank May

Das war jedoch nicht der einzige Verstoß des 19-Jährigen. Polizei stoppte den Raser, er musste noch an Ort und Stelle den Führerschein abgegeben.

Bad Segeberg.  Wie viele Verstöße schafft man in wenigen Minuten als Fahranfänger? Ein 19 Jahre alter Autofahrer aus Hamburg gab sich am Freitag alle Mühe, auf der Autobahn 21 in Höhe von Bad Segeberg möglichst viel verkehrt zu machen. Er hat dabei sich und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet.

Der junge Mann, bis zu diesem Zeitpunkt im Besitz einer Fahrerlaubnis auf Probe, fuhr bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h bis auf fünf Meter auf ein vor ihm fahrendes Fahrzeug auf. Was der Audifahrer jedoch nicht wusste: Bei diesem vor ihm fahrenden Pkw handelte es sich um eine Videostreife des Verkehrsüberwachungsdienstes Neumünster. Dieses Videofahrzeug der Polizei konnte diesen Verstoß dann auch beweiskräftig anhand einer Videoaufzeichnung dokumentieren.

Damit jedoch nicht genug: Anschließend überholte der junge Mann das Videofahrzeug der Polizei und beschleunigte seinen Audi auf 200 km/h, dies jedoch in einem Bereich, wo 120 km/h die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit sein sollte. Auch dieser Verstoß konnte von der Videostreife des Verkehrsüberwachungsdienstes dokumentiert werden.

Als dem jungen Mann dann auf dem linken Fahrstreifen ein Kleintransporter zu langsam fuhr, überholte er zu allem Überfluss diesen noch auf dem Grünstreifen zwischen Fahrbahn und Mittelschutzleitplanke. Um diese gefährliche Weiterfahrt zu unterbinden, wurde er schließlich von der Videostreife gestoppt.

Der 19-Jährige musste sofort seinen Führerschein abgeben

Wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung wurde der Führerschein des Fahranfängers sofort beschlagnahmt und ihm die Weiterfahrt untersagt. Allein aufgrund des Abstands- und Geschwindigkeitsverstoßes steht schon eine Sanktionierung von 1200 Euro Geldbuße und drei Monate Fahrverbot im Raum. Hinzu kommt die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, die gegebenenfalls von einem Gericht geahndet wird.