Kreis Segeberg

Am Forschungszentrum Borstel wird wieder getestet

Die sogenannte Drive-thru-Station in Borstel ist seit Anfang Oktober wieder geöffnet – sieben Tage die Woche von 8.30 bis 12 Uhr sowie 12.30 bis 15 Uhr.

Die sogenannte Drive-thru-Station in Borstel ist seit Anfang Oktober wieder geöffnet – sieben Tage die Woche von 8.30 bis 12 Uhr sowie 12.30 bis 15 Uhr.

Foto: Burkhard Fuchs

Zahl der Covid-19-Infizierten im Kreis Segeberg steigt. Auch eine Mitarbeiterin des Klinikums Bad Bramstedt ist positiv getestet worden.

Kreis Segeberg . Die Zahl der Corona-Infizierten nimmt auch bei uns in der Region weiter zu: Der Kreis Segeberg hat am Freitag 17 nachgewiesene Covid-19-Neuinfektionen vermeldet. Bei vier Personen ist die Infektionsquelle unbekannt, vier Infizierte kehrten aus Österreich, Kosovo und Polen zurück, zwei Personen hatten Kontakt zu positiv Getesteten und sieben weitere Personen steckten sich bei infizierten Familienmitgliedern an. Die Gesamtzahl aller bisher nachgewiesenen Infizierten im Kreis steigt damit auf 587. Wieder als genesen gelten 499 Menschen. Aktuell sind 81 Personen mit Corona infiziert. Niemand wird in einer Klinik versorgt. Die Zahl der Verstorbenen an oder mit Covid-19 beträgt weiterhin sieben.

Auch eine Mitarbeiterin des Klinikums Bad Bramstedt ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Infizierte wohnt nicht im Kreis Segeberg, weswegen das zuständige Gesundheitsamt ihres Wohnortes die weiteren Ermittlungen, beispielsweise im privaten Umfeld sowie Quarantäneanordnungen übernimmt.

Der Infektionsschutz des Kreises hat bisher 20 Kontaktpersonen im Mitarbeiterkreis ausgemacht, davon sechs aus dem Kreis Segeberg. Außerdem hatte die infizierte Mitarbeiterin Kontakt zu zehn Patienten, darunter zwei stationäre und acht ambulante. Welche Tätigkeit die Infizierte im Klinikum ausgeführt hat, ist ebenso wenig bekannt wie die Auswirkungen, die der positive Fall auf den Betrieb des Krankenhauses hat.

Teststation in Borstel hat jeden Tag geöffnet

Der letzte offiziell bekannte Inzidenzwert im Kreis Segeberg liegt bei 22,46 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, das war der zweithöchste in Schleswig-Holstein. Sollte die Inzidenz von 35 überschritten werden, ist mit verschärften Corona-Maßnahmen zu rechnen.

Wo kann ich mich eigentlich auf das Coronavirus testen lassen? Diese Frage stellen sich inzwischen nicht mehr nur Reiserückkehrer oder Menschen mit Erkältungssymptomen, sondern auch jene, die in den kommenden Tagen gern in den Urlaub verreisen möchten. Im Norden haben etwa Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus Corona-Hotspots wie Berlin oder Bremen verhängt. Auch Hamburg könnte schon heute zum Risikogebiet erklärt werden, wenn die Stadt den kritischen Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschreitet. Am gestrigen Freitag lag er bei 42,2. Wer dennoch beispielsweise an der schleswig-holsteinischen Nord- oder Ostseeküste urlauben möchte, aber in einem Corona-Hotspot wohnt, muss einen negativen Test im Hotel oder in der Ferienwohnung vorweisen. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein.

Im Kreis Segeberg führt zum Beispiel die Medizinische Klinik am Forschungszentrum Borstel Corona-Tests durch. Die sogenannte „Drive thru“-Station ist seit Anfang Oktober wieder geöffnet. Sieben Tage die Woche von 8.30 bis 12 Uhr sowie 12.30 bis 15 Uhr nehmen Mitarbeiter einen Abstrich durch das Autofenster. Es wird darum gebeten, auf den Parkplätzen, die mit „Covid-19“ gekennzeichnet sind, möglichst in der ersten Reihe vor der Klinik zu parken. Sollte nach zehn Minuten noch kein Personal vor Ort sein, können Wartende in der Corona-Ambulanz unter der Telefonnummer 04537/188 30 00 anrufen und ihr Autokennzeichen mitteilen. Kostenlos testen lassen können sich Reiserückkehrer, symptomatische Personen im Auftrag des Hausarztes und Personen im Auftrag des Gesundheitsamtes. Urlaubswillige aus innerdeutschen Corona-Hotspots müssen ihre Tests für rund 85 Euro selbst zahlen.

Testergebnis liegt innerhalb von maximal 48 Stunden vor

Die Klinik weist darauf hin, dass Testungen nur an Personen vorgenommen werden, die zuvor telefonisch einen Termin vereinbart haben. „Es ist zwecklos, auf Eigeninitiative zur Medizinischen Klinik Borstel zu kommen“, steht auf der Homepage des Forschungszentrums Borstel.

Das Testergebnis liegt innerhalb von maximal 48 Stunden vor, verspricht die Klinik. Per QR-Code kann es über die App des Partnerlabors Dr. Fenner abgerufen werden. Selbstzahler werden direkt kontaktiert.

Mehr Infos unter klinik.fz-borstel.de