ÖPNV

Alle Busse und Bahnen standen in Norderstedt still

Nahezu verwaist: Die Haltestelle Norderstedt-Mitte am Dienstag.

Nahezu verwaist: Die Haltestelle Norderstedt-Mitte am Dienstag.

Foto: Wolfgang Klietz

Von den Warnstreiks der Gewerkschaft Ver.di war Norderstedt besonders hart betroffen.

Norderstedt.  Die Warnstreiks der Gewerkschaft Ver.di haben am Dienstag auch im Kreis Segeberg zu Ausfällen im öffentlichen Nahverkehr geführt. Stark betroffen war Norderstedt. Dort wirkten sich besonders die Arbeitsniederlegungen bei der Hamburger Hochbahn aus. Die Folge: Bis Mittag fuhren keine U-Bahnen von und nach Hamburg. Die Bahnsteige in den Stationen Garstedt, Richtweg und Norderstedt-Mitte waren nahezu menschenleer. Auf den Anzeigetafeln wies die Hochbahn auf die Ausfälle wegen des Streiks hin. Erst am frühen Nachmittag normalisierte sich der U-Bahnverkehr von und nach Norderstedt.

Ähnlich wie an den U-Bahnhaltestellen sah es auf den großen Busbahnhöfen am Herold-Center in Garstedt und in Norderstedt-Mitte aus. Da auch Personal der Busgesellschaft VHH die Arbeit niedergelegt hatte, waren bis 12 Uhr kaum Busse unterwegs. Nur wenige Fahrer hatten am Morgen ihren Dienst angetreten. Die Haltestellen blieben bis zum Ende des Ausstands weitgehend verwaist.

Normal verlief hingegen der Verkehr bei den meisten überregionalen Busgesellschaften wie die Autokraft, die weite des Schülerverkehrs in Schleswig-Holstein übernimmt, sowie bei der AKN und der Nordbahn. Dort fuhren die Züge planmäßig. „Ver.di ist nicht unser Tarifpartner“, sagt die Sprecherin der beiden Eisenbahnunternehmen, Christiane Lage-Kress.

Wegen der Ausfälle im öffentlichen Nahverkehr stiegen viele Berufspendler aufs Auto um. Viele Straße in Richtung Hamburg waren am Morgen voller als gewöhnlich. Zu größeren Behinderungen kam es jedoch nicht.

( tz )

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