Rätsel

Der Aufbruch der jungen Wilden in der Kunst

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Foto: Artur Cupak / picture alliance / imageBROKER

Jeden Tag stellen wir Ihnen eine Aufgabe. In unserem heutigen Denksport-Rätsel suchen wir eine berühmte Gruppe von Expressionisten.

Kreis Segeberg.  Sie verbringen während der Corona-Pandemie viel Zeit in den eigenen vier Wänden, und die Langeweile nagt an Ihnen? Nun, versuchen Sie, das folgende Denksport-Rätsel zu lösen. Gesucht wird der Name einer bekannten Persönlichkeit. Los geht’s!

Ernst Ludwig Kirchner sollte auf väterlichen Wunsch einen bürgerlichen Beruf erlernen. 1901 immatrikulierte sich der Sohn eines Aschaffenburger Papierchemikers für ein Architekturstudium in Dresden. Ein Kommilitone interessierte sich ebenfalls mehr für Kunst als für technisches Zeichnen – Erich Heckel. Der Architekt Fritz Schumacher, damals Lehrer an der Technischen Hochschule, beschrieb die ersten Regungen revolutionärer Kunstgesinnung seiner hoffnungsvollen Schüler: „Eine Ausstellung von van Gogh und Gauguin brachte sie eines Tages außer Rand und Band. Ich muss gestehen, dass ich recht ratlos war, als sie mit den ersten Proben ihres Wollens hervortraten, aus denen man nur eines mit voller Gewissheit erkennen konnte: dass sie bei mir nach landläufigen Begriffen einen höchst mangelhaften Zeichenunterricht genossen haben mussten.“ Am 7. Juni 1905 gründeten Kirchner und Heckel zusammen mit einigen anderen Himmelsstürmern eine Künstlergemeinschaft. Kirchner verfasste den Gründungstext der Gruppe: „Mit dem Glauben an Entwicklung, an eine neue Generation der Schaffenden wie der Genießenden rufen wir alle Jugend zusammen. Und als Jugend, die die Zukunft trägt, wollen wir uns Arm- und Lebensfreiheit verschaffen gegenüber den wohlangesessenen, älteren Kräften. Jeder gehört zu uns, der unmittelbar und unverfälscht wiedergibt, was ihn zum Schaffen drängt“ – der Expressionismus hatte seine ersten Vertreter in Deutschland gefunden.

Die Gruppe arbeitete emsig, blieb jedoch zunächst nur mäßig erfolgreich. Die spärlichen Umsätze wurden brüderlich geteilt. Als sich Ruhm und lukrative Aufträge einstellten, wuchs unter den nun etablierten Künstlern die Eifersucht. 1913 erklärte die Gruppe ihre Auflösung. So endete die Gemeinschaft, die ihren Namen einem Nietzsche-Zitat entlehnt hatte: „Was groß ist am Menschen, das ist, dass er eine Brücke und kein Zweck ist: was geliebt werden kann am Menschen, das ist, dass er ein Übergang und ein Untergang ist.“

Wie hieß die Künstlergruppe?

Die Antwort steht am Montag im Abendblatt. Am Freitag suchten wir einen weisen Medizinmann: Sitting Bull.