Norderstedt

Stadtwerke: Die Preise für das Wasser steigt an

Frank Heckmann, Wassermeister bei den Stadtwerken.

Frank Heckmann, Wassermeister bei den Stadtwerken.

Foto: stadtwerke norderstedt

Stadtwerkeausschuss beschließt Erhöhung. Höherer Verbrauch an Trinkwasser und Instandhaltungsarbeiten sind Gründe für die Anhebung der Preise.

Norderstedt.  Vom kommenden Jahr an steigt der Wasserpreis in Norderstedt. Das hat der Stadtwerkeausschuss beschlossen. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 100 Kubikmetern Trinkwasser im Jahr haben die Stadtwerke Mehrkosten von 1,81 Euro pro Monat ausgerechnet. Werkleiter Jens Seedorff begründet den Anstieg zum einem mit steigendem Wasserverbrauch. Bis 2017 hätten die Norderstedter 4,3 bis 4,4 Millionen Kubikmeter pro Jahr aus den Hähnen fließen lassen, in den Jahren danach rund 4,5 Millionen Kubikmeter. Und Seedorff geht angesichts der trockenen letzten Jahre, die sich fortsetzen könnten, von einem weiter steigenden Verbrauch aus.

Zweiter Preistreiber seien notwendige Investitionen in die Infrastruktur, die den Bürgern hygienisch einwandfreies und ausreichend vorhandenes Wasser garantieren müsse. Gefördert wird es in drei Wasserwerken in Friedrichsgabe, Harksheide und Garstedt mit insgesamt 16 Brunnen. Es gebe rund 21.600 Hausanschlüsse, die aus einem Netz mit mehr als 300 Kilometern Länge gespeist und in Ordnung gehalten werden müssten. Das habe Mehrkosten von rund 620.000 Euro verursacht.

Um die Ausgaben zu kompensieren, erhöhen die Stadtwerke aber nicht den Arbeitspreis. „Die Abgabemengen schwanken stark und lassen sich nur schwer vorhersagen“, sagt der Werkleiter. So hätten viele Norderstedter nach dem Dürresommer 2018 erhebliche Nachzahlungen leisten müssen. Der feste Verrechnungs- oder Grundpreis hingegen biete eine verlässliche Grundlage für die Haushaltskalkulation.

Je nach Zählerart und Verbrauchsmenge steigt der Verrechnungspreis unterschiedlich stark bei gleich bleibendem Arbeitspreis, einem Verbrauch von 100 Kubikmetern im Jahr und einer Zählergröße (Qn) von 2,5 beispielsweise von jetzt 215,33 auf 237,03 Euro.

Oliver Weiß, Sprecher der Stadtwerke, weist darauf hin, dass Gartenbesitzer sich einen Gartenwasserzähler einbauen lassen und Geld sparen können. Da das Wasser zum Sprengen versickert, fallen keine Abwassergebühren an, die, so Weiß, etwa die Hälfte des Wasserpreises ausmachten.