Rätsel

Wie hieß die Rekord-Mannschaft aus Berlin?

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Foto: Artur Cupak / picture alliance / imageBROKER

Jeden Tag stellen wir Ihnen eine Aufgabe. In unserem heutigen Denksport-Rätsel geht es um eine legendäre Fußballelf aus der Hauptstadt.

Kreis Segeberg.  Sie verbringen während der Corona-Pandemie viel Zeit in den eigenen vier Wänden, und die Langeweile nagt an Ihnen? Nun, versuchen Sie doch einmal, das folgende Denksport-Rätsel zu lösen.


Mit Hertha BSC und Union Berlin vertreten aktuell gleich zwei Clubs Deutschlands Hauptstadt in der höchsten Fußball-Spielklasse. Hertha, die „Alte Dame“ der Liga, erfreut sich der Gunst finanzkräftiger Investoren. Schwarzgeld hat der Club nicht mehr nötig. 1965 lagen die Dinge bei den Herthanern leider anders. Der DFB kontrollierte die Kassenbücher und verurteilte den Verein zum Zwangsabstieg aus der 1. Fußball-Bundesliga. Um die damals erst dritte Saison dieser Institution nicht mit ungerader Teilnehmerzahl zu beginnen, stockte man die Liga von 16 auf 18 Vereine auf. Die als Absteiger vorgesehenen Karlsruher und Schalke 04 durften bleiben, als Konzession ans Berliner Publikum rückte für die verbannten Herthaner ein Club aus der Spreestadt nach – es begann eine der skurrilsten Episoden deutscher Fußballgeschichte.

Der bis dahin unterklassige Verein musste die Saison 1965/66 plötzlich in der Eliteliga bestehen. Das Auftaktspiel des „Underdogs“ im Berliner Olympiastadion gegen den Karlsruher SC verfolgten 80.000 Zuschauer. Die Gastgeber siegten sensationell mit 2:0. Dann allerdings folgte eine rabenschwarze Serie von 28 Niederlagen, unterbrochen lediglich von vier mageren Unentschieden. Den biederen Kickern um den eigens für das unverhoffte Bundesliga-Abenteuer engagierten Altstar Horst Szymaniak fehlte zwar das spielerische Format, nicht jedoch der Berliner Humor. Auf die Frage, wie er den anhaltenden Misserfolg ertrage, konterte Szymaniak: „Ausgezeichnet, wir peitschen doch die gesamte Bundesliga vor uns her!“

Die „Peitschenschwinger“ schafften bis heute unerreichte Rekordmarken. Nur ein einziges Spiel in der Bundesligageschichte sahen weniger als 1000 Besucher, mal abgesehen von den sogenannten „Geisterspielen“ zur Zeit der Corona-Pandemie. Beim Match der Punktelieferanten vom Dienst gegen Borussia Mönchengladbach war es soweit – nur 856 Zuschauer verfolgten das traurige Geschehen auf dem Rasen des riesigen Olympiastadions. Keine Bundesligaelf schoss jemals in einer Saison so wenig Tore und kassierte mehr Gegentore, niemand kam auf weniger Pluspunkte oder mehr Minuszähler als das Platzhalter-Team von der Spree – 15:108 Tore, 8:60 Punkte.

Und sogar im letzten Heimspiel am 21. Mai 1966 geschah noch ein Wunder: Gegen den Mit-Absteiger Borussia Neunkirchen gelang mit 2:1 der zweite und letzte Erstliga-Sieg.Wie heißt der legendäre Club?

Die Antwort steht morgen im Hamburger Abendblatt. In der Wochenendausgabe fragten wir nach einem historischen Ereignis. Gemeint war das Fest zur 100. Wiederkehr der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten am 4. Juli 1876.