Rätsel

Eine steingewordene Traumzeit-Spur weit im Süden

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Foto: Artur Cupak / picture alliance / imageBROKER

Jeden Tag stellen wir Ihnen eine Aufgabe. In unserem Denksport-Rätsel suchen wir heute den Namen einer australischen Touristenattraktion.

Kreis Segeberg.  Sie verbringen während der Corona-Pandemie viel Zeit in den eigenen vier Wänden, und die Langeweile nagt an Ihnen? Nun, versuchen Sie doch einmal, das folgende Denksport-Rätsel zu lösen.


Vor mindestens 600 Millionen Jahren begann die Metamorphose der großen Sanddüne im Zentrum der „Terra australis incognita“ zum bunten Riesenklotz aus Sandstein und verbackenen Kieseln – 348 Meter, Basisumfang 8,8 Kilometer und 3 Kilometer tief in den Erdboden hinein reichend. Für die ortsansässige Urbevölkerung sind diese nüchternen Daten ohne Belang. Ihre Überlieferungen erzählen eigene Geschichten. Uluru – so nennen sie den heiligen Berg – entstand in der „Traumzeit“ aus einem flachen Sandhügel. Am Ende der Schöpfungszeit wurde der Sand zu Stein. Hier, inmitten der einsamen Wüste, kreuzen sich viele Wege, die niemand sieht, der nicht zu den Ureinwohnern gehört. Die Traumpfade sind die mystischen Verbindungen zur Traumzeit, da die Erde in ihrer Entwicklung begriffen und dementsprechend formbar war. Damals siedelten am Uluru das Hasen-Wallaby-Volk und die Teppich-Schlangen-Leute, beschützt von der Erd-Mutter und bedroht vom Teufels-Dingo. Jeder Riss, jede Spalte in dem zerklüfteten Monolithen gilt den Ureinwohnern noch heute als steingewordene Spur aus der Traumzeit. Zwei Löcher in der Felswand interpretieren sie beispielsweise als die Augen eines toten Feindes.

1872 erforschte der Landvermessungs-General William Gosse im Auftrag seiner Regierung das entlegene Territorium und entdeckte als erster Weißer die merkwürdige Gesteinsformation in der ebenen Wüste. Gosse bewies die gegenüber der vermeintlich primitiven Urbevölkerung obligate Ignoranz seiner Zeitgenossen, indem er dem Uluru kurzerhand einen neuen Namen verpasste.


Wie lautet der Name, unter dem der Uluru weltbekannt wurde?
Die Antwort steht morgen im Abendblatt. In der Mittwochausgabe suchten wir den Namen eines Künstlers. Gemeinst war Heinrich Zille (1858-1929).