Norderstedt

Rätselhafte Nummern im Rathaus

Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder (rechts) eröffnete am Dienstag mit VHS-Fotowerkstatt-Leiterin Birgit Bornemann die Foto-Ausstellung „Numbers – 50 sprechen in Rätseln“.

Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder (rechts) eröffnete am Dienstag mit VHS-Fotowerkstatt-Leiterin Birgit Bornemann die Foto-Ausstellung „Numbers – 50 sprechen in Rätseln“.

Foto: Heike Linde-Lembke

Die VHS-Fotowerkstatt schenkt der Volkshochschule zum 50. Geburtstag eine Ausstellung.

Norderstedt.  Zahlen sind magisch, Symbole für Mythen und Märchen, beispielsweise die gute Sieben oder die böse 13. Wie aber fotografiert man solche Zahlen? Mitglieder der Fotowerkstatt der Volkshochschule Norderstedt haben es probiert und zeigen die Ergebnisse jetzt als Geschenk zum 50. Geburtstag der Volkshochschule in deren Treppenhaus. Eröffnet wurde die Ausstellung mit dem Titel „Numbers – 50 sprechen in Rätseln“ am Dienstag coronabedingt im kleinsten Kreis mit einigen Amateur-Fotografen, Norderstedts Stadtpräsidentin Kathrin Oehme, Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder, Sozial- und Kulturdezernentin Anette Reinders, Kulturamtsleiter Dieter Powitz und der neuen Leiterin der Volkshochschule, Dr. Karin Gille-Linne.

„Die Eins steht für Anfang und Einigkeit“, sagte Elke Christina Roeder, die sich das Foto „Klappe, die Erste“ von Fotowerkstatt-Leiterin Birgit Bornemann zum Besprechen ausgesucht hatte. Die Oberbürgermeisterin sagte, Wissen miteinander zu teilen, sei der Grundgedanke der Volkshochschulen, und dazu gehöre auch die Förderung künstlerischer Talente wie in der Fotowerkstatt. Die Filmklappe im Foto suggeriere zudem, dass es nach dem Lockdown wieder losgehe.

Ausstellung kann bis zum 18. Dezember besucht werden

Dezernentin Anette Reinders suchte sich das Foto von Brigitte Knörr mit transparentem Mund-Nasenschutz über den Text des Artikels 27 „Menschenrechte“ aus der UN-Menschenrechtscharta von 1948 aus: „Das Bild ist aktueller denn je, denn jeder Mensch hat das Recht auf Teilhabe am sozialen Leben, Bildung und kultureller Teilhabe.“

Stadtpräsidentin Kathrin Oehme ließ sich von Peter Bethkenhagens Aufnahme einer alten Taschenuhr in ihre Kindheit entführen: „Die Uhr symbolisiert, es geht weiter. Für mich steht sie symbolisch für meinen Großvater, der solch eine Uhr besaß und mir immer Geschichten von früher erzählte. Die Uhr hat das letzte Jahrhundert mit allen Tragödien und Komödien erlebt.“

Die Foto-Ausstellung mit dem geschickt gewählten Titel „Numbers – 50 sprechen in Rätsel“ im Treppenhaus der Volkshochschule löst beim Betrachter manchmal wahrlich Fragen aus. Manfred Hunger fotografierte die Buchrücken von Lexika und einen Rechenschieber. Winfried Deblitz hängte die Schwarzweiß-Aufnahme „Smithers Son Photographers“ auf.

Christian Kühl entdeckte auf einer rostigen Wand die verwaschene Zahl 46 und die Magie eines Skatblatts. Heidi Peters lichtete ein Scrabble-Spiel ab, Perikles Jennrich ein Hinkepott-Spiel mit Zahlen und durchsichtigen Zahlenwürfeln, und Maren Hohn fotografierte einen Strandkorb mit der Zahl 41 und einem Mann im Sand.