Kreis Segeberg

Sanierung der Sülfelder Halle wird 75.000 Euro teurer

Von links: Architekt Frank Prick van Wely, die Landtagsabgeordnete Katja Rathje-Hoffmann (CDU), der Landtagsabgeordnete Ole-Christopher Plambeck (CDU) und die Schulverbandsvorsteherin Doris Pleß.

Von links: Architekt Frank Prick van Wely, die Landtagsabgeordnete Katja Rathje-Hoffmann (CDU), der Landtagsabgeordnete Ole-Christopher Plambeck (CDU) und die Schulverbandsvorsteherin Doris Pleß.

Foto: Christopher Herbst

Sachverständiger entdeckte Mängel, die lange Zeit unbemerkt geblieben waren.

Sülfeld. Die Sanierung der Sporthalle in Sülfeld wird zum Jahresende, vermutlich im November, abgeschlossen sein. Vom Fortschritt bei den Arbeiten haben sich die Schulverbandsvorsteherin im Amt Itzstedt, Doris Pleß, sowie die CDU-Landtagsabgeordneten Katja Rathje-Hoffmann und Ole-Christopher Plambeck bei einem Ortstermin überzeugt. 1,175 Millionen Euro sollte die Maßnahme kosten, 822.500 Euro davon werden über das Impuls-Programm des Landes und des Bundes für Schulinfrastruktur gefördert. Der Investitionsrahmen wurde nun ein wenig überzogen, allerdings nur um 75.000 Euro.

Der Grund: Der zuständige Architekt Frank Prick van Wely ist auf Mängel gestoßen, die wohl über Jahrzehnte unbemerkt geblieben waren. „Die Halle hatte damals, 1979 bis 1982, ein Generalunternehmer gebaut.“ Rundherum wurde eine Attika, also eine Erhöhung der Außenwand über den Dachrand hinaus, gefertigt. Ein Sachverständiger hat nun eine Reihe struktureller Probleme festgestellt: „Es gibt vermehrt Abplatzungen, die Stärke wurde nicht eingehalten, das ist vermutlich schon bei der Herstellung passiert“, so van Wely. Statt mindestens zehn Zentimetern Dicke sind es teils nur vier. Aus statischer Sicht ist das nicht hinnehmbar, die Verkehrssicherheit des Gebäudes hätte gefährdet sein können, die Halle wäre irgendwann gesperrt worden.

Auf eine Photovoltaikanlage musste verzichtet werden

Diese Gefahr ist bald gebannt. Van Wely: „Das Gebäude entspricht dann auch dem heutigen energetischen Standard bei den Fenstern, beim Dach, den Fassaden. Den Brandschutz haben wir gleich mit erledigt.“ Gerne hätte man auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert, das sei aus Gründen der Statik jedoch nicht möglich gewesen.

Doris Pleß hatte den Förderbedarf bereits im Juni 2018 angemeldet, die Zusage aus Kiel kam in diesem März, „wir haben dann sofort mit der Ausschreibung begonnen“. Klar sei: „Wir hätten das Geld allein über den Schulverband gar nicht aufbringen können.“ Allein für verschiedene Standorte im Kreis wurden 6,7 Millionen Euro überwiesen, landesweit geht es um mehrere Milliarden.

„Das Land hat eine Prioritätenliste erstellt, es gab ein Expertengremium. Und Sülfeld ist auf die Liste gekommen. An diesem Beispiel sieht man: Wenn es den Zuschuss nicht gibt, hätte der Schulträger das Projekt nicht gemacht“, so Ole-Christopher Plambeck. „Gut nutzbare Sporthallen erhöhen die Attraktivität der Schulen und den Standortvorteil der Gemeinden. Durch die zeitgemäße und nachhaltige Bauweise fördern wir zudem den Klimaschutz“, sagte Katja Rathje-Hoffmann. „Die Sanierung trägt dazu bei, klimaneutrale Liegenschaften zu schaffen.“ Das Förderprogramm werde in den nächsten Jahren fortgeführt, sagen die Landtagsabgeordneten. Der Sanierungsstau im Land wird auf mehr als sechs Milliarden Euro beziffert.