Verkehr

Weniger Raser in Norderstedt durch Corona

| Lesedauer: 2 Minuten
Andreas Burgmayer
Die Radarsäule an der Schleswig-Holstein-Straße, kurz hinter dem Kreisverkehr am Ochsenzoll.

Die Radarsäule an der Schleswig-Holstein-Straße, kurz hinter dem Kreisverkehr am Ochsenzoll.

Foto: Andreas Burgmayer

Die Radarsäulen haben im ersten Halbjahr viel weniger geblitzt. Eine gute und eine schlechte Nachricht für Norderstedt.

Norderstedt.  Vielleicht liegt das nun auch an der Corona-Pandemie: Die Zahl der Verkehrssünder in Norderstedt scheint rückläufig zu sein.

Grundlage für diese Annahme sind die Zahlen aus der Verkehrsüberwachung, die das Ordnungsamt der Stadt Norderstedt nun in ihrem Halbjahresbericht der Kommunalpolitik im Hauptausschuss vorlegen wird.

Darin sind die aktuellen Auswertungen der vier fest an Norderstedts Straßen installierten Radar-Säulen, der vier Rotlicht-Blitzanlagen und der Mobilen Geschwindigkeitsmessanlage aufgeführt.

Auf der Schleswig-Holstein-Straße wurden 2018 über 27.000 Raser erwischt

Von der Radar-Säule an der Schleswig-Holstein-Straße, kurz hinter dem Kreisverkehr Ochsenzoll, wurden die Raser in den letzten Jahren massenhaft abgelichtet: 2018 waren es über 27.000 Fälle, im Jahr darauf knapp 20.000. Doch in diesem Jahr waren es bis Ende Juni gerade mal etwas über 7000. Ein ähnliches Bild bei der Säule an der Niendorfer Straße: Waren es 2018 noch über 11.000 und 2019 fast 10.000 Raser, so wurden bislang hier nur 2687 Fahrzeuge geblitzt. An der Oadby-and-Wigston-Straße waren es in diesem Jahr zur Halbzeit 2266 Fälle (2019: 5807) und an der Poppenbütteler Straße 2377 Fälle (2019: 6450).

Der mobile Blitzer der Stadt war in diesem Jahr erst 20 Mal im Einsatz

Die Mobile Anlage der Stadt hat bei 20 Einsätzen im Stadtgebiet bisher 1195 Verkehrssünder festgestellt. 2019 waren es bei 58 Einsätzen 2824 Fälle, in 2018 wurden bei 77 Einsätzen 3448 Verkehrsteilnehmer geblitzt. Bei den Rotlichtverstößen zeigt sich, dass es 2019 eine richtige Entscheidung der Stadt war, die Blitzanlage von der Niendorfer Straße bei Tesa auf die Ohechaussee, Ecke Schäferkamp zu versetzen. Während die Säulen am alten Standort überhaupt keine Rotlichtverstöße festgestellt hatte, waren es 2020 an der Ohechaussee vor einer Ampel, die von Schulkindern stark genutzt wird, bereits 172 Verstöße.

Für die Stadt ist der Rückgang an Verstößen eine gute Nachricht – es wird weniger gerast in der Stadt. Die schlechte Nachricht: Die Knöllchen der Raser spülen nicht mehr so viel Geld in den Haushalt. Mit 1,5 Millionen Euro rechnet die Verwaltung in diesem Jahr. 2019 waren es noch zwei Millionen Euro.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Norderstedt