Norderstedt

Eine der größten Wildblumenwiesen des Landes

Michael Sprenger (v.l.), Kerstin Zacher und Wiebke Schoenberg auf der Wildblumenwiese an der Oadby-and-Wigston-Straße.

Michael Sprenger (v.l.), Kerstin Zacher und Wiebke Schoenberg auf der Wildblumenwiese an der Oadby-and-Wigston-Straße.

Foto: Stadt Norderstedt

Auf 25.000 Quadratmetern surrt und summt es in Friedrichsgabe – die Stadt Norderstedt schuf ein Insekten-Habitat am Straßenrand.

Norderstedt.  Wertvolle Habitate für Fauna und Flora können heute auch gleich neben vielbefahrenen Straßen entstehen. Ein Beispiel dafür hat die Stadt Norderstedt in Kooperation mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege an der Oadby-and-Wigston-Straße in Friedrichsgabe geschaffen.

Bienen, Hummeln, Käfer, inzwischen seltener gewordene Schmetterlinge wie der Hauhechelbläuling und viele andere Kleinstlebewesen fühlen sich auf der 25.000 Quadratmeter großen Wildblumenwiese wohl, die vom Fachbereich Natur und Landschaft der Stadtverwaltung nach dem Ausbau der Straße angelegt wurde, zusätzlich zu einer 18.000 Quadratmeter großen Ausgleichsfläche mit Strauchpflanzungen. „Wir sind stolz, dass wir einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität in Norderstedt leisten können“, sagt Kerstin Zacher, Fachbereichsleiterin Natur und Landschaft. Ihr Kollege, Landschaftsarchitekt Michael Sprenger, hat das Projekt von Anfang an begleitet. 2018 hatte er mit Wiebke Schoenberg vom Verband für Landschaftspflege erörtert, wie die städtische Grünfläche sinnvoll biologisch aufgewertet werden könne. „Das Saatgut, das vom Land Schleswig-Holstein bereitgestellt wurde, haben wir professionell einsäen lassen und im Frühjahr einmal gemäht. Die Wiese hat es sich seitdem wirklich gut entwickelt. Es summt und surrt überall“, sagt Sprenger. Der Standort, direkt an der Straße, sei perfekt. Autofahrer würden die Blütenpracht im Vorbeifahren sehen und sich aufgerufen fühlen, vielleicht selbst etwas für mehr Biodiversität bei sich zu Hause zu tun.

Kräuter wie die Flockenblume, Schafgarbe, Wilde Möhre, Wegwarte, Ferkelkraut, Wegerich, Margerite, Malve, Hornklee, Lichtnelke, Leimkraut, Wegwarte und Klatschmohn sowie Gräser wie Ruchgras, Kammgras und Rotschwingel bereichern die Wiese. „Viele der Pflanzen, die hier zu finden sind, werden oftmals als Unkraut bezeichnet, sie sind aber wichtige Nahrungsquellen für Insekten“, sagt Wiebke Schoenberg. Norderstedt habe nun einer der größten Wildblumenwiese ihrer Art im ganzen Land. „Das ist schon sehr außergewöhnlich, so viel Fläche zur Verfügung zu haben. Das bringt eine besondere Qualität mit sich“, sagt Schoenberg.