Kreis Segeberg

Das digitale Herzstück der Energiewende im Norden

Umweltminister Jan-Philipp Albrecht (l.) und Joachim Kabs.

Umweltminister Jan-Philipp Albrecht (l.) und Joachim Kabs.

Foto: SH Netz

Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan-Philipp Albrecht nimmt die Zentrale Netzleitstelle für das Stromnetz des Landes in Betrieb.

Kreis Segeberg.  48.000 Kilometer misst allein das Stromnetz der Schleswig-Holstein Netz Ag (SH-Netz), das die Versorgung mit Energie für 900 Städte und Gemeinde ermöglicht. Und nun hat dieses Netz ein neues digitales Herz, das die enormen Herausforderungen der Energiewende meistern und für mehr Grünstrom in der Steckdose sorgen soll.

Umweltminister Jan-Philipp Albrecht hat die neue zentrale Netzleitstelle der SH-Netz in Rendsburg jetzt offiziell in Betrieb genommen. Der Netzbetreiber investierte 7 Millionen Euro in die Leitstelle. „Mit dieser Leittechnik schreitet die Digitalisierung der Energieversorgung im Interesse von Kunden und Umwelt weiter voran“, sagte Albrecht. Nur so lasse sich die Energiewende bewerkstelligen. Matthias Boxberger, Vorstandsvorsitzender der HanseWerk Ag: „Neben einem noch stabileren Stromnetzbetrieb, mehr Sicherheit vor Hackerangriffen und einen besseren Kundenservice haben wir auch die Möglichkeit, durch schnellere und genauere Steuerungsmöglichkeiten mehr Grünstrom als bisher aufzunehmen, was wiederum Umwelt und Klima hilft.“

Durch das neue System erhöhe sich die Versorgungssicherheit in Schleswig-Holstein, betonte Joachim Kabs, Vorstand Netztechnik bei der SH Netz. Bei Ausfällen, etwa durch Beschädigungen bei Tiefbauarbeiten, könnten sich betroffene Kunden zukünftig umgehend über das Internetportal störungsauskunft.de informieren. Außerdem schütze die moderne Netzwerkarchitektur noch besser vor unberechtigten Zugriffsversuchen auf die Strom- und Gasinfrastruktur, von denen es mehrere tausend pro Woche gebe, so Kabs.