Rätsel

Wer war der traurige Komiker und Volkssänger?

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Foto: Artur Cupak / picture alliance / imageBROKER

In unserem Denksport-Rätsel suchen wir heute einen Pessimisten, der die Menschen zum Lachen brachte.

Kreis Segeberg.  Sie verbringen während der Corona-Pandemie viel Zeit in den eigenen vier Wänden, und die Langeweile nagt an Ihnen? Nun, versuchen Sie doch einmal, das folgende Denksport-Rätsel zu lösen. Wir veröffentlichen täglich unsere Rätsel-Kolumne – gesucht wird der Name einer bekannten Persönlichkeit. Los geht’s!


„Als ich die Hebamme sah, die mich empfing, war ich sprachlos – ich hatte diese Frau in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen.“ So kommentierte der volkstümliche Humorist seine Geburt, die in einem Münchener Vorort am 4. Juni 1882 stattfand. Sein Vater besaß eine kleine Schreinerei, die der Sohn erbte und bald darauf verkaufte. Vom Hauptteil des Erlöses finanzierte er den Bau eines monströsen mechanisch-elektrischen „Orchestrions“ – eines Apparates, mittels dessen er an die 20 Instrumente gleichzeitig spielen konnte. Nach vergeblichen Versuchen, damit eine Bühnenkarriere zu erzwingen, zertrümmerte er in einem fulminanten Wutanfall das obskure Gerät mit einer Axt.

1908 erlangte der Kabarettist auf der kleinen Bühne beim Münchener „Baderwirt“ erste Erfolge, indem er Couplets sang und seinen langen, extrem mageren Körper mit der spitzen Nase als komisches Element einsetzte: „Mei Vater hat g’sagt: Vetter kann ich immer noch werdn, wenn amal mei Schwester heirat’.“ Ab 1913 trat er oft gemeinsam mit einer festen Bühnenpartnerin auf. Das Duo erlangte legendären Ruhm mit nervenzermürbenden Dialogen über Semmelknödel, Hüte oder Zufälle. Gewöhnlich vertrat die Partnerin die Position des „gesunden Menschenverstandes“, der hagere Komiker verkörperte einen misstrauischen Charakter auf steter Suche nach möglichst präziser Formulierung. Je verzweifelter er um eine Problemlösung rang, desto sicherer vereitelte er dieses Unterfangen. Die Fragestellungen werden zunehmend komplizierter, bis eine sinnvolle Klärung vollends zunichte gemacht worden ist. Gern entblößte er in seinen Sketchen Unzulänglichkeiten der Sprache. Kapellmeister: „Stell’n Sie die große Trommel vor!“ Trommler: „Die kennt so jeder.“ Kapellmeister: „Ich mein’, weiter vortun soll’n Sie’s.“

Ab 1941 trat er nicht mehr auf. Erst im Winter 1947 hatte er mit seiner alten Bühnenpartnerin ein paar kleinere Auftritte. Doch ihm selbst war das Lachen vergangen. Er hielt die Menschen für unveränderbar und galt als Pessimist, der von sich behauptete, er wäre lieber gar nicht erst zur Welt gekommen. In einem seiner letzten Couplets fleht er zu Gott: „Die Welt, die Du erschaffen hast, die sollst Du auch regieren! Wenn Du die Menschheit nicht ersäufst, dann lass sie halt erfrieren.“ Am 9. Februar 1948 starb der traurige Komiker an Unterernährung und fiebriger Erkältung.


Wie hieß er? Die Antwort steht am Dienstag im Abendblatt. In der Wochenendausgabe suchten wir nach dem Namen eines Berges. Es ist der Vesuv. Bei einem Vulkanausbruch im Jahr 79 starben Tausende Menschen, und der Ort Pompeji wurde unter Asche begraben.