Kaltenkirchen

FSG-Fußballer haben jetzt ein eigenes Bier

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Christopher Herbst
Bei Famila im Ohland-Park gibt es nun ein Helles mit Fetihspor-Wappen – präsentiert von Cihan Altinocagi (2. Herren), Alexander Nagel (Vorstand), Andreas Findeisen (Warenhausleiter), Arne Meinert (Leiter Getränkeabteilung) und Nikolaos Frangedakis (Referent Social Media bei Famila; von links).

Bei Famila im Ohland-Park gibt es nun ein Helles mit Fetihspor-Wappen – präsentiert von Cihan Altinocagi (2. Herren), Alexander Nagel (Vorstand), Andreas Findeisen (Warenhausleiter), Arne Meinert (Leiter Getränkeabteilung) und Nikolaos Frangedakis (Referent Social Media bei Famila; von links).

Foto: Christopher Herbst

Verein beteiligt sich an einer Aktion von Famila und der Lille-Brauerei. Pro verkaufter Flasche gehen 50 Cent an den Club.

Kaltenkirchen.  Fußball und Bier, das hat ja schon immer irgendwie zusammengehört. Umso mehr, wenn das auch noch das eigene Vereinswappen auf den Flaschen zu sehen ist. Stolz haben Spieler und Verantwortliche der FSG Kaltenkirchen nun ihre individuelle Edition vorgestellt. „FS 1999“, das Wappen von Fetihspor, einem der beiden Clubs neben dem FSC, die sich im letzten Jahr zu einer Spielgemeinschaft zusammengeschlossen hatten, ziert das Etikett einer jeden Flasche Helles. Diese gibt es ab sofort für 1,99 pro Stück beim Famila-Markt im Kaltenkirchener Ohland-Park – oder gleich im klassischen 24er-Kasten.

Auf den ersten Blick ist das ziemlich ungewöhnlich, schließlich handelt es sich um Amateure, die erste Herrenmannschaft spielt in der Verbandsliga. Doch bei Fetihspor war man schon immer pfiffig in Sachen Öffentlichkeitsarbeit – und gut vernetzt. Und so bekam der Club schnell mit, dass der Kieler Warenhauskonzern Famila und die Lille-Brauerei, die ebenso in der Landeshauptstadt beheimatet ist, eine gemeinsame Aktion namens „Vereinsheim“ gestartet hatten.

Diese richtet sich explizit an den Breitensport im Norden. Viele Clubs leiden seit Beginn der Corona-Krise, es sind Veranstaltungen und Punktspiele ausgefallen, es fehlen Einnahmen, Mitglieder konnten zum Teil ihre Beiträge nicht zahlen, weil sie in Kurzarbeit waren oder sind. Aus diesem Grund hatte sich der Vorsitzende des Kieler MTV, Christof Rapelius, im Frühjahr an Famila gewandt.

Pro verkaufter Flasche gehen 50 Cent an den jeweiligen Verein. Dies gesammelten Spenden werden nach „Saisonende“ am 30. September übergeben. Bis dahin läuft eine Wertung, die online (www.ver1heim.de) einsehbar ist. Bisher sind 16 Clubs dabei. Für die Top drei wird es Sonderprämien (1000, 500, 250 Euro) geben.

„Kaltenkirchen war einer der ersten Vereine, die wir angesprochen haben“, sagt Nikolaos Frangedakis, Referent für Social Media bei Famila – und zugleich sogar FSG-Mitglied, denn er ist aktiver Schiedsrichter. „Jeder Verein hat Bedarf an irgendetwas, sei es für Kinder, für Jugendliche, für Ausrüstung oder Ausfahrten.“ Bei Fetihspor wurde die Zusammenarbeit schnell in die Tat umgesetzt. „Wir haben das innerhalb von eineinhalb Wochen geschafft. Als ich unser Logo noch nicht geschickt, kamen die Erinnerungen daran von Niko aber auch im Minutentakt“, sagt Alexander Nagel, zweiter Vorsitzender und zuständig für Marketing. „Für uns ist das ein Stück weit Identifikation, darum geht es uns. Und wenn ein Unternehmen wie Famila kleine Vereine unterstützt, ist das ein I-Tüpfelchen. Die 50 Cent pro Flasche haben bisher ausgeblendet. Noch wissen wir gar nicht, was wir damit machen.“

Andreas Findeisen, Warenhausleiter in Kaltenkirchen, freut sich über das lokale Engagement. „Regionalität ist ein Schwerpunktthema für uns. Und wir sind glücklich, einen Partner wie die Lille-Brauerei gewonnen zu haben. Eine größere Brauerei hätte das nur belächelt.“

Lille ist in Kiel durchaus eine Institution, braut zum Beispiel das offizielle Bier zur Kieler Woche. Max Kühl und Florian Scheske, die Gründer des Unternehmens, brachten die ersten 48 Kisten sogar persönlich in Kaltenkirchen vorbei. Dazu sollen bei Famila bald auch bedruckte Shirts mit den Vereinslogos erhältlich sein – diese hat eine weitere Kieler Firma, Fädd, entworfen.

Vorerst bis zum Sonntag, 2. August, können sich Clubs noch bewerben. Nicht ausgeschlossen ist aber, dass die Aktion noch ausgeweitet wird. www.ver1heim.de

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