Rätsel

Die Stadt der Weltzentrale des schwarzen Goldes

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Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung)

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung)

Foto: Artur Cupak / picture alliance / imageBROKER

Jeden Tag stellen wir Ihnen eine Aufgabe. In unserem heutigen Denksport-Rätsel dreht sich alles um die zuckersüße Brause Coca Cola.

Kreis Segeberg.  Sie verbringen während der Corona-Pandemie viel Zeit in den eigenen vier Wänden und die Langeweile nagt an Ihnen? Nun, versuchen Sie doch einmal, das folgende Denksport-Rätsel zu lösen. Wir veröffentlichen täglich unsere Rätsel-Kolumne – gesucht wird der Name einer bekannten Persönlichkeit. Los geht’s!


Auf der Suche nach dem Weg zum Wohlstand verlieh sich John S. Pemberton selbst einen Doktortitel und erwarb einen dreibeinigen Messingkessel. Eifrig obskure Ingredienzien mischend braute er Gesundheitssäfte, Tinkturen und Duftwässerchen – zunächst leider mit bescheidenem Erfolg.

Am 8. Mai 1886 verrührte er Zucker, Kohlensäure, Farbstoff, Karamell, Gewürze, Coca-Blätter und Cola-Nüsse zu einem braunen Sirup. Ursprünglich dachte der muntere Mixer an eine Verwendung der klebrigen Kreation als Kopfschmerzmittel. Doch im Gegensatz zu den meisten seiner übrigen Produkte schmeckte dieser Sirup überraschend angenehm. „Viel zu gut für eine Medizin“, dachte Pemberton, füllte eine Probe ab und besuchte den Drogisten Willis Venable in dessen Laden „Jacob´s Pharmacy“.

Venable, wegen seines florierenden Limonadenhandels auch „Sodawater King“ genannt, verdünnte den Sirup mit Soda, gab etwas Eis dazu und zeigte sich schwer begeistert. Er nahm die Mixtur in Kommission. Eine Woche lang verlangten im Schnitt 13 Kunden täglich nach einem Glas des neuen Drinks. Derart etabliert, musste das Gebräu einen Namen haben Venables Buchhalter Frank Robinson kam auf die banal-geniale Idee, die Erfindung nach ihren wesentlichen Bestandteilen „Coca-Cola“ zu nennen.

Die beiden „C“ als Anfangsbuchstaben ließen sich wunderbar verschnörkeln, fand er und malte seinen Entwurf eigenhändig auf ein Schild - nicht ahnend, dass dieses Signet dereinst auf dem Erdball verbreiteter sein würde als fast jedes andere Markenzeichen.

Damit Coca-Cola jedoch im Sortiment der Drogerie nicht aus dem Rahmen fiel, dichtete man dem Drink weitreichende Heilkraft an: „Das Getränk, dass die Zähne weiß macht, den Mund wäscht, das Zahnfleisch härtet und gegen Kopfschmerzen hilft!“ Als Zahnpflegemittel findet der süße Saft wohl kaum noch Verwendung, doch schwören Globetrotter auf Coca-Cola als probates, überall erhältliches Ersthilfemittel gegen „Montezumas Rache“.

Vom weltweiten Siegeszug seines Koffein-Cocktails bekam der Erfinder John S. Pemberton nur den bescheidenen Anfang mit. Kurz vor seinem Tod verkaufte er 1888 seine Coca-Cola-Anteile – für gut 2000 Dollar.


Wie heißt die Stadt, in der einst Pembertons dreibeiniger Experimentiertopf stand und heute die Coca-Cola-Weltzentrale residiert?


Die Antwort steht am Mittwoch im Abendblatt. Am Montag suchten wir den Gentleman im Tropenanzug, der einst den Forscher Dr Livingstone aufspürte: Sir Henry Morton Stanley.

( jasch )

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