Rätsel

Mit 236 PS und viel Hoffnung über den Atlantik

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Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Foto: Artur Cupak / picture alliance / imageBROKER

Jeden Tag stellen wir Ihnen eine Aufgabe. In unserem Denksport-Rätsel suchen wir heute einen Pionier der Luftfahrt, der jede Menge Mut bewies.

Kreis Segeberg.  Sie verbringen während der Corona-Pandemie viel Zeit in den eigenen vier Wänden und die Langeweile nagt an Ihnen? Nun, versuchen Sie doch einmal, das folgende Denksport-Rätsel zu lösen. Wir veröffentlichen täglich unsere Rätsel-Kolumne – gesucht wird der Name einer bekannten Persönlichkeit. Los geht’s!


In der Nacht zum 20. Mai 1927 saß ein Mann in einem New Yorker Varieté und amüsierte sich prächtig, bis ein Freund die Nachricht überbrachte: Hochdruckkeil über dem Atlantik!

Wenig später sah der Nachtschwärmer statt der Glitzerkostüme leicht geschürzter Tänzerinnen durch eine schmale Frontscheibe auf einen stotternden Propeller - den einzigen Antrieb eines mit drei Tonnen Gewicht reichlich überladenen Fluggeräts. Es ging um Ehre, Ruhm und 25.000 Dollar. Dieses Preisgeld hatte ein Kaufhaus demjenigen versprochen, der erstmals die Strecke New York - Paris per Flugzeug und ohne Zwischenlandung bezwingen würde. Die Offerte bestand seit 1924 und hatte bereits sechs Menschenleben gefordert. Drei Piloten starben schon vor dem eigentlichen Start, weil ihre überladene Maschine nicht abhob und in die Flugplatzbegrenzung raste.

An diesen Unfall dachte der einsame Flieger vermutlich, als er sein einmotoriges Maschinchen über die Startbahn quälte. In der engen Kabine konnte man sich kaum noch umdrehen. Wo immer es eine Möglichkeit gab, hatten die Techniker Zusatztanks eingebaut. Das sonstige Gepäck bestand aus 20 Litern Wasser, einer Thermosflasche Kaffee und einigen Sandwiches. Die Notfallausrüstung beschränkte sich auf ein winziges Schlauchboot. Auf einen Fallschirm hatte der Pilot verzichtet.

Kurz vor dem Ende der Startbahn machte die Maschine einen zaghaften Hüpfer, berührte noch einmal mit den Rädern die Rollbahn, setzte haarscharf über den Fangzaun hinweg und gewann langsam an Höhe. Doch damit begannen die Probleme erst. Die 236 PS Motorleistung reichten für eine Fluggeschwindigkeit von ca. 170 km/h – heutzutage kaum Tempo genug, um auf der Überholspur einer öffentlichen Autobahn mitzuhalten. Einzige Navigationshilfen auf der 6.000 Kilometer langen Strecke waren ein Rechenschieber und einige Landkarten.

Beim Start hatte der Pilot bereits 20 schlaflose Stunden hinter sich, jetzt folgten 33 einsame Flugstunden. Mitten über dem nächtlichen Nordatlantik fielen ihm prompt die Augen zu. Nach einigen Sekunden schreckte der Pilot auf – gerade rechtzeitig genug, um den tödlichen Sturzflug seiner Maschine noch abzufangen. Doch als am Abend des 21. Mai Paris in Sicht kam, vergaß er die Erschöpfung und drehte sogar vor der Landung eine Ehrenrunde um den Eiffelturm.

Wie hieß der Flugpionier?

Die Antwort steht am Dienstag im Hamburger Abendblatt. Am Sonnabend suchten wir den Namen einer baskischen Stadt, der gleichzeitig Titel des berühmten Ölgemäldes ist? Es war Guernica von Pablo Picasso.

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