Kreis Segeberg

1,8 Millionen Euro für den Einbruchsschutz

Guter Einbruchsschutz macht Tätern das Leben schwer.

Guter Einbruchsschutz macht Tätern das Leben schwer.

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa-tmn

Das Land verlängert Zuschussprogramm – Bürger können ab 20. Juli Anträge stellen. Seit 2016 schon 4500 Haushalte unterstützt.

Kreis Segeberg.  Das Einbruchsschutzprogramm der Landesregierung wird fortgesetzt und zugleich für Mieterinnen und Mieter geöffnet. Für das Jahr 2020 stehen 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Ab dem 20. Juli können Bürger über die Investitionsbank Schleswig-Holstein neue Anträge stellen. Das gab Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack am Donnerstag bekannt.

„Prävention ist der beste Einbruchsschutz. Das beweisen die Erfahrungen der vergangenen Jahre“, sagte die Ministerin in Kiel. Neben der Öffnung für Mieterinnen und Mieter dürfe auch die Senkung des Mindestinvestitionsvolumens auf 500 Euro dazu beitragen, eine große Zahl an interessierten Bürgerinnen und Bürger zu erreichen.

Seit Beginn der Programme im Jahr 2016 wurden bereits fast 4500 Haushalte bei der Ausstattung ihrer Eigenheime mit technischen Sicherungsmaßnahmen unterstützt. Allein im Jahr 2019 konnten 927 Anträge bewilligt werden.

Der stetige Rückgang der Einbruchszahlen seit 2017 hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. 2019 war eine weitere Abnahme um 415 Fälle oder 8,5 Prozent auf insgesamt 4476 Fälle zu verzeichnen. Die Versuchsquote – also der Anteil der gescheiterten Einbrüche – lag weiterhin bei mehr als 45 Prozent. „Neben der hervorragenden Arbeit unserer Polizistinnen und Polizisten leistet die stetige Verbesserung des Einbruchschutzes einen wichtigen Beitrag zu diesem Erfolg. Denn je sicherer die Wohnungen sind, desto stärker werden die Täterinnen und Täter abgeschreckt. Und deshalb ist es richtig, auch weiter in Sicherungsmaßnahmen zu investieren“, so die Ministerin. Die Mindestinvestitionssumme beträgt 500 Euro pro Antrag. Zuschüsse werden gestaffelt in Höhe von bis zu 20 Prozent der Investitionskosten und insgesamt bis zu 1550 Euro pro Wohnobjekt gewährt. Investitionen in Höhe bis einschließlich 1000 Euro werden mit 20 Prozent, die restlichen förderfähigen Ausgaben (bis maximal 10.000 Euro) mit 15 Prozent bezuschusst. Damit können bis zu 10.000 Euro Investitionskosten bezuschusst werden.

Eine Kombinationsmöglichkeit mit anderen Förderprogrammen (beispielsweise der Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist möglich. Die Maßnahmen zum Einbruchschutz müssen in diesem Jahr durchgeführt und die Verwendungsnachweise bis Mitte Dezember 2020 bei der IB.SH eingereicht werden.

Antragsformulare und weitere Informationen zum Einbruchschutz sind auch auf den Internetseiten der IB.SH unter www.ib-sh.de/zuschuss-fuer-einbruchschutz und des Landespolizeiamtes Schleswig-Holstein sowie unter www.k-einbruch.de verfügbar. Ein weiteres Programm zum Einbruchschutz bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), bei dem auch Mieter gefördert werden können.