Kreis Segeberg

Campingplatz: Entlastung durch mobile Toiletten und Duschen

Die Corona-Krise hat so manche Urlaubspläne durcheinander gebracht. Statt Pauschalurlaub am Strand mieten in diesem Jahr viele Menschen ein Wohnmobil - für manche ein Abenteuer (Symbolbild).

Die Corona-Krise hat so manche Urlaubspläne durcheinander gebracht. Statt Pauschalurlaub am Strand mieten in diesem Jahr viele Menschen ein Wohnmobil - für manche ein Abenteuer (Symbolbild).

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Neue Verordnung tritt Ende Juli in Schleswig-Holstein in Kraft. Sie soll Camping- und Wochenendplätze noch attraktiver machen.

Kreis Segeberg.  Das Kabinett hat der neuen Campingplatzverordnung zugestimmt. Diese wird nun wie geplant Ende Juli in Kraft treten. Das gab Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack am Donnerstag bekannt. „Wir haben noch einige Änderungen vorgenommen, die unsere Camping- und Wochenendplätze künftig noch attraktiver machen werden.“

Campingplätze könnten nun mit der Aufstellung von mobilen Toiletten und Duschen arbeiten. „Das erhöht nicht nur den Komfort. Dadurch kann ein Campingplatz auch dann weiter betrieben werden, wenn die gemeinschaftlich genutzten Sanitäranlagen aus welchem Grund auch immer geschlossen werden müssen“, sagte die Innenministerin. Als weitere Änderung im Vergleich zum ersten Entwurf sei die zulässige Grundfläche von Campinghäusern auf den Wochenendplätzen von 40 auf 50 Quadratmeter angehoben worden. Darüber hinaus wurde die bestehende Möglichkeit eines zusätzlichen Aufstellens von Zelten und Wohnwagen in den Zeiten der Sommerferien auf die Oster-, Himmelfahrts- und Pfingstwochenenden erweitert.

Eine weitere Änderung zum ersten Entwurf betrifft den Insekten- und Fledermausschutz. „Campingplätze liegen ja oft in der Nähe naturnaher Lebensräume. Für die Beleuchtung von Campingplätzen sollen deshalb künftig tier- und insektenfreundliche Leuchtmittel verwendet werden, um deren Verenden an Leuchtkörpern zu vermeiden“, betonte Sütterlin-Waack. Ein Austausch der Leuchtmittel müsse allerdings nicht unmittelbar erfolgen. „Das würde die ohnehin mit den Auswirkungen der Krise kämpfenden Betreiber zu stark belasten“. Insofern reiche es aus, die Leuchtmittel bei Bedarf zu ersetzen.

Mobilheime ohne Zulassungsfähigkeit zum Verkehr auf Straßen könnten mit einer Höhenbegrenzung von 3,50 Meter und einer Grundfläche von höchstens 40 Quadratmetern wie bisher auf den Standplätzen aufgestellt werden. Allerdings sei im Vergleich zur aktuellen Verordnung nun klargestellt worden, dass diese Mobilheime jederzeit ortsveränderlich sein müssen. „Damit wollen wir sicherstellen, dass sie im Falle eines Brandes schnell weggezogen werden können, und sich das Feuer nicht weiter ausbreitet“, sagte die Ministerin.