Rätsel

Der geborne Erzähler mit dem Hang zur Großwildjagd

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Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Foto: Artur Cupak / picture alliance / imageBROKER

Jeden Tag stellen wir Ihnen eine Aufgabe. Im Denksport-Rätsel suchen wir einen legendären Autoren mit einem Faible für das ausschweifende Leben.

Kreis Segeberg.  Das Konzert ist abgesagt, Geisterspiele der Bundesliga im menschenleeren Stadion sind nicht so Ihr Ding, das Shoppen macht mit der Maske im Gesicht keinen Spaß und die Kumpels am Stammtisch in der Kneipe können Sie auch noch nicht treffen. Was tun? Nun, versuchen Sie doch einmal, das folgende Denksport-Rätsel zu lösen. Wir veröffentlichen täglich unsere Rätsel-Kolumne – gesucht wird der Name einer bekannten Persönlichkeit. Los geht’s!

„Er ist der geborene Erzähler“, sagte der Chefredakteur des „Toronto Star“ über seinen einstigen Mitarbeiter, „aber er schreibt nur über das, was er genau kennt, einmal über das Forellenfischen, ein andermal über den lokalen Snobismus oder über das Betragen jener, die nicht an der Front waren.“

Später erweiterte der so beschriebene Autor, Journalist und Kriegsberichterstatter die Palette seiner Sujets durch einschlägige Erfahrungen im Hochseeangeln, Großwildjagen, Boxsport, Stierkampf und Alkoholismus. Der US-Amerikaner erwarb 1939 ein Landhaus vor den Toren einer quirligen Metropole im benachbarten Ausland. Obwohl dieser Inselstaat später nach einem politischen Umbruch zum „Erbfeind“ der USA avancierte, ist das Landhaus heute ein Museum zu Ehren des Autors. Und nach wie vor besuchen Touristen die Bodeguita del Medio, an deren Tresen sich einst der Autor beträchtliche Mengen des stark rumhaltigen Nationaldrinks „Mojito“ einverleibte. Oder sie besichtigen das dicht bei der Stadt gelegene Dorf Cojimar. Die hiesigen Fischer inspirierten den Schriftsteller zu seiner bekanntesten Kurzgeschichte – vom Angeln verstand er schließlich eine Menge.

Privat wie in seinen Werken propagierte der Autor das „kurze, glückliche Leben“. In einem seiner erfolgreichsten Bücher formulierte er: „Es müsste doch möglich sein, in 70 Stunden sein Leben ebenso auszuschöpfen wie in 70 Jahren, vorausgesetzt, dass man bis dahin aus dem Vollen gelebt und ein gewisses Alter erreicht hat.“ Die wahre Freiheit begänne erst, wenn der Mensch bereit sei, mit seinem Tod zu leben. Wann die Stunde schlägt, solle er selbst bestimmen. Bereits der Vater des Autors hatte Selbstmord begangen. Am 2. Juli 1961 steckte sich der alternde Autor den Doppellauf seiner Lieblingsflinte in den Mund und zog beide Abzüge durch.

Wie hieß der Mann, der sich bemühte, dem Mythos seiner Romanhelden zu entsprechen? Wie heißt die Stadt, deren Namen Genießer nach einem guten Essen gern in Rauch aufgehen lassen?

Die Antwort steht am Dienstag im Abendblatt. Am Sonnabend suchten wir den Künstler Ernst Barlach und die Stadt Güstrow.

( jasch )

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