Norderstedt

Coronavirus verhindert die Parkgebühren

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Verkehrsplaner Mario Kröska an der Rathausallee.

Verkehrsplaner Mario Kröska an der Rathausallee.

Foto: Andreas Burgmayer

Die Stadt Norderstedt konnte aufgrund der Pandemie-Beschränkungen die Ticketautomaten nicht bestellen.

Norderstedt.  Nun hatte die Kommunalpolitik 2019 die ein Vierteljahrhundert andauernde Diskussion über die Einführung von Parkgebühren beendet und gleichsam das Ende des kostenlosen Parkens auf etwa 1000 innerstädtischen Parkplätzen und P+R-Anlagen eingeläutet. Parkscheinautomaten sollten bereits im Frühjahr 2020 in den Tiefgaragen in Norderstedt-Mitte aufgestellt werden. Doch – mutmaßlich zur Freude der Autofahrer – es geschah bisher nichts.

Und schuld daran ist nicht etwa der hart an der Umsetzung der beschlossenen Parkraumbewirtschaftung arbeitende Verkehrsplaner Mario Kröska im Rathaus. Sondern – wie immer in diesen Tagen: Das Coronavirus.

Marc Muckelberg von den Grünen hatte im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr nachgehakt, was denn die Ausschreibung und die Aufstellung der Parkscheinautomaten so mache. Kröska teilte ihm mit, dass die Ausschreibung zum Kauf von etwa 60 Automaten im Wert von etwa 400.000 Euro nicht wie geplant erfolgen konnte, weil die Hersteller der Geräte offenbar aufgrund der Beschränkungen in der Corona-Pandemie zu einem Bieterverfahren nicht in der Lage waren. Kröska rechnet nun damit, dass die Sache in der politischen Sommerpause über die Bühne gehen wird. Das Ziel, das Parkraumbewirtschaftungskonzept in diesem Jahr mit der Aufstellung der Automaten noch abzuschließen, stehe weiterhin, betonte Kröska. Die grundsätzliche Ankündigung zur Umsetzung der Parkgebühren besteht so nun schon seit Ende 2016. Damals hieß es, im Sommer 2017 geht es los.

Beschlossen sind folgende Gebühren: 2 Euro am Tag, 10 Euro die Woche, 40 Euro im Monat, 480 Euro im Jahr kostet es den Autofahrer, wenn er künftig werktags zwischen 8 und 18 Uhr in den Tiefgaragen in Mitte oder auf den P+R-Parkplätzen parken möchte. In den Straßen rund um das Herold-Center bleibt es bei 50 Cent je angefangener halber Stunde. Auf anderen öffentlichen Parkflächen entlang der Straße in stark frequentierten Bereichen wie der Rathausallee oder Teilen der Ulzburger Straße gilt die Parkscheibenregelung: Zwei Stunden kostenloses Parken sind drin.

Rechnet man die Verzögerung der Einführung der Regelung seit Mitte 2017 in Parkgebühren um, so hat ein Autofahrer, der seither das ganze Jahr über in Tiefgaragen oder den P+R-Parkplätzen sein Auto abgestellt hat, weit mehr als 1000 Euro an Parkgebühren gespart.

( abm )

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