Rätsel

Dieser Mann war ein ganz Großer der Geschichte

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Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Foto: Artur Cupak / picture alliance / imageBROKER

Jeden Tag stellen wir Ihnen eine Aufgabe. Im Denksport-Rätsel suchen wir den Namen eines Herrschers, der sich fürs richtige Sprechen einsetzte.

Kreis Segeberg.  Das Konzert ist abgesagt, Geisterspiele der Bundesliga im menschenleeren Stadion sind nicht so Ihr Ding, das Shoppen macht mit der Maske im Gesicht keinen Spaß und die Kumpels am Stammtisch in der Kneipe können Sie auch noch nicht treffen. Was tun? Nun, versuchen Sie doch einmal, das folgende Denksport-Rätsel zu lösen. Wir veröffentlichen täglich unsere Rätsel-Kolumne – gesucht wird der Name einer bekannten Persönlichkeit. Los geht’s!


Den Alten plagte die Gicht. Viele Jahre im harten Pferdesattel, winterfeuchte Feldlager und die Vorliebe für Unmengen gebratenen Fleisches hatten die Gesundheit des 192 Zentimeter großen Körpers angegriffen.

Statt wie gewohnt alljährlich an der Spitze seiner Leute auf Kriegszug auszureiten, blieb er nun öfter daheim. Hier hatte gerade im Jahre 805 Papst Leo III. die im Auftrag des alternden Herrschers erbaute Kapelle geweiht. Die benachbarte Königshalle und andere Hofgebäude boten mehr Komfort als das Soldatenleben. Zudem linderten Thermalbäder das Gichtleiden. Noch heute sprudelt hier mit 73,90 Grad Europas heißeste Thermalquelle.

Trotz körperlicher Malaise stand der Herrscher im Zenit seiner Macht. „Bisher kannte ich nur Menschen aus Erde, jetzt kenne ich einen aus Erz“, urteilte ein arabischer Besucher über den disziplinierten Mann. Noch im siebten Lebensjahrzehnt verbarg er „Tafel und Büchlein“ unter dem Kopfkissen, um während nächtlicher Schlafunterbrechungen „die Hand an das Nachmachen von Buchstaben“ zu gewöhnen – er hatte zwar ein wenig lesen, aber nie schreiben gelernt. Vielleicht lagen ihm Erziehungsfragen und das Schulwesen gerade deshalb besonders am Herzen.

Er gab „Allgemeine Ermahnungen“ und einen „Brief zur Pflege der Bildung“ heraus. Vor allem forderte er alle Untergebenen zu klarer und exakter Sprache auf, „damit die, welche Gott durch rechten Wandel zu gefallen suchen, ihm auch gefallen durch richtiges Sprechen“ - mit falschen Formulierungen käme man der Wahrheit nicht auf die Spur.

Für klare Verhältnisse sorgte der Herrscher ebenfalls mit dem Schwert. Im Verlauf jahrzehntelanger Auseinandersetzungen mit sächsischen Stämmen erwies er sich als wenig zimperlich: In Verden ließ er rund 4500 Gefangene innerhalb nur weniger Stunden exekutieren. Diese und andere im Namen der Christianisierung vollbrachte Taten brachten ihm anno 1165 die posthume Heiligsprechung ein.

Seine Gebeine ruhen in der Kapelle, die heute Teil eines Unesco-geschützten Weltkulturguts ist. Auf den Fundamenten der Königshalle regiert mittlerweile das demokratische Prinzip – hier steht das städtische Rathaus. Wie hieß der große Mann, und wo liegt sein Grab?

Die Antwort steht morgen im Hamburger Abendblatt. In der Wochenendausgabe suchten wir nach einem Herrscher, der 66 Jahre an der Macht war und angeblich 162 Kinder hatte. Es ist Pharao Ramses II. Die Stadt, in der der von ihm in Auftrag gegebene Obelisk steht, ist Luxor.

( jasch )

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