Rätsel

Wer war der Meister der deutschen Sprache?

| Lesedauer: 2 Minuten
Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Foto: Artur Cupak / picture alliance / imageBROKER

Jeden Tag stellen wir Ihnen eine Aufgabe. Im heutigen Denksport-Rätsel suchen wir einen Mannes, dessen Werke auch heute noch die Kinder lieben.

Das Konzert ist abgesagt, und die Kumpels am Stammtisch in der Kneipe können Sie auch noch nicht treffen. Was tun? Nun, versuchen Sie doch einmal, das folgende Denksport-Rätsel zu lösen. Wir veröffentlichen täglich unsere Rätsel-Kolumne – gesucht wird der Name einer bekannten Persönlichkeit.


Die Stadt gilt als Hochfinanz-Metropole, nicht bloß, weil sich die erste Silbe ihres Namens auf „Bank“ reimt. Hart gerechnet haben die Stadtväter hier bereits 1405: Statt eines teuren Rathausbaus entschied man sich für den Erwerb einiger benachbarter Bürgerhäuser. Heute umfasst das Rathaus-Ensemble auf dem Berg 13 Gebäude und gilt als Touristenattraktion. 1846 trafen sich in einem der Häuser 200 Sprachforscher einer noch jungen Wissenschaft zur 1. Germanistenversammlung. Den Vorsitz hielt ein Mann, dessen Arbeit wesentlich zur Etablierung der Fakultät beigetragen hatte. Gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm betrieb er Sprachstudien, veröffentlichte eine Märchensammlung und arbeitete an einem „Deutschen Wörterbuch“. Jahre zuvor hatten die Brüder durch ihre Zivilcourage Berühmtheit erlangt: Als ihr Landesherr die bestehende Verfassung außer Kraft setzte, lehnten sie sich gemeinsam mit fünf weiteren Göttinger Professoren gegen diese Selbstherrlichkeit auf. „Es gibt noch Männer, die auch der Gewalt gegenüber ein Gewissen haben“, formulierte der Germanist. Dabei zeichnete die Brüder ein eher friedliches Naturell aus. Fast zeitlebens teilten sie ihre Einkünfte und führten gemeinsam Haushalt. Daran änderte auch Wilhelms Hochzeit nichts. 1848 betrat er erneut die politische Bühne. Als Mitglied der Deutschen Nationalversammlung schlug er während der Debatte über Grundrechte als ersten Artikel vor: „Alle Deutschen sind frei, und deutscher Boden duldet keine Knechtschaft. Fremde Unfreie, die auf ihm verweilen, macht er frei“ – eine Maxime, die man noch heute Asylpolitikern empfehlen möchte.

Sein Hauptwerk aber blieb das „Deutsche Wörterbuch“. „Ich dringe in die Heimlichkeit unserer Wörter ein – in 50 oder 100 Jahren wird man mich nachlesen.“ Er behielt recht, wenn auch seine Lebenszeit nur für die Produktion der ersten Bände reichte. Wissenschaftliche Akademien vervollständigten das Werk. Erst 1961 galt es als abgeschlossen.


Wie hieß der Mann, und in welcher Stadt tagten die Germanisten zum ersten Mal?

Die Antwort steht am Montag im Abendblatt. In der Freitagausgabe fragten wir nach einem weltbekannten Musiker. Es ist Louis Armstrong, der 1901 in New Orleans zur Welt kam und 1971 in New York gestorben ist.

( jasch )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Norderstedt