Rätsel

Ein Nobelpreisträger, der gegen „Bild“ kämpfte

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Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens (Bearbeitung).

Foto: Artur Cupak / picture alliance / imageBROKER

Jeden Tag stellen wir Ihnen eine Aufgabe. In unserem Denksport-Rätsel suchen wir heute den Namen eines deutschen Autoren, der gerne polemisierte.

Kreis Segeberg.  Das Konzert ist abgesagt, Geisterspiele der Bundesliga im menschenleeren Stadion sind nicht so Ihr Ding, das Shoppen macht mit der Maske im Gesicht keinen Spaß und die Kumpels am Stammtisch in der Kneipe können Sie auch noch nicht treffen. Was tun? Nun, versuchen Sie doch einmal, das folgende Denksport-Rätsel zu lösen. Wir veröffentlichen täglich unsere Rätsel-Kolumne – gesucht wird der Name einer bekannten Persönlichkeit. Los geht’s!

Ein „großer Markt sinnlicher Freuden“ sei die Stadt mit der 2000-jährigen Geschichte. Sie könne ihre römische Vergangenheit nicht verleugnen.

In der Tat: Das Ubiermonument, Teil der antiken Stadtbefestigung, gilt als ältester römischer Steinbau nördlich der Alpen. Unter der romanischen Kirche Groß St. Martin liegen Fundamente römischer Hafenspeicher.

Fortlebenden römischen Geist attestierte ein berühmter Sohn der Stadt auch seinen Mitbürgern - sie zeigten eine gewisse „Arroganz, die fast römisch ist.“ Dennoch seien sie „die am wenigsten fanatische Rasse, die ich kenne.“

Der im „Steckrübenwinter“ 1917 Geborene überlebte den Zweiten Weltkrieg als Wehrmachtssoldat. „Der Krieg hat mich gelehrt, wie lächerlich die Männlichkeit ist.“ 1947 veröffentlichte er erste Erzählungen. Der Krieg und dessen Auswirkungen waren das Thema der frühen Werke. Später polemisierte er gegen Wirtschaftswundereuphorie und den Totalitarismus der modernen Mediengesellschaft. Das brachte ihm 1972 den Nobelpreis für Literatur, aber auch viel Ärger ein.

Am 23. Dezember 1971 kommentierte „Bild“ einen in Kaiserslautern verübten Bankraub mit der Schlagzeile: „Baader-Meinhof-Bande mordet weiter“ – obwohl eine Beteiligung der Genannten keineswegs erwiesen war.

Kurz darauf bezog der prominente Buchautor im „Spiegel“ Stellung gegen diese „Form der Demagogie“: „Die Bezeichnung Rechtsstaat wird fragwürdig, wenn man die gesamte Öffentlichkeit mit ihren zumindest unkontrollierbaren Instinkten in die Exekutive einbezieht... Ich kann nicht begreifen, dass irgendein Politiker einem solchen Blatt noch ein Interview gibt.“„Bild“ verglich den Autor daraufhin in einem Atemzug mit Joseph Goebbels und dem DDR-TV-Kommentator Karl-Eduard von Schnitzler. Die Illustrierte „Quick“ schrieb, er sei „gefährlicher als Baader-Meinhof“. Für den einstigen Berliner Bürgermeister Heinrich Lummer (CDU) galt er gar als „einer der Großväter der Gewalt.“

Der Schriftsteller konterte mit der Novelle über eine Frau, die durch die Hetzkampagne einer Zeitung ihre Ehre verliert. Die Erzählung wurde zum spektakulärsten Bucherfolg des Autors. Solange der Verkaufserfolg des Titels währte, stellten die Zeitungen des Springer-Konzerns den Abdruck der aktuellen Bestsellerlisten ein.

Wie heißt der 1985 verstorbene, deutsche Literaturnobelpreisträger und wie heißt seine Heimatstadt?

Die Antwort steht am Dienstag im Abendblatt. Am Sonnabend suchten wir einen gewichtigen, britischen Regisseur, der mit seinen Filmen Angst und Schrecken im Kino verbreitete und bis heute das Duschen hinter dem Duschvorhang irgendwie unheimlich macht: Es handelte sich um Sir Alfred Hitchcock, der in London aufwuchs und lebte.

( jasch )

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