Rätsel

Wer war die Mexikanerin mit deutschen Wurzeln?

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Wolkenformation in Form eines Fragezeichens.

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens.

Foto: Artur Cupak / picture alliance / imageBROKER

Jeden Tag stellen wir Ihnen eine Aufgabe. Im Denksport-Rätsel suchen wir heute eine Künstlerin, die sich gern in traditioneller Tracht zeigte.

Kreis Segeberg.  Das Konzert ist abgesagt, die Museen sind dicht, und mit den Kumpels vom Stammtisch können Sie sich auch nicht mehr treffen. Was tun mit der ganzen freien Zeit? Nun, versuchen Sie doch einmal, das folgende Denksport-Rätsel zu lösen. Wir suchen jeden Tag den Namen einer bekannten Persönlichkeit. Viel Spaß!


Südamerika hat viele chaotische Metropolen, doch keine davon ist so gigantisch wie diese bevölkerungsmäßig fünftgrößte Stadt unseres Planeten. Auf einem Areal, das der Größe des Bundeslandes Hamburg entspricht, drängen sich knapp 22 Millionen Menschen. 1940 waren es erst 1,5 Millionen.

Die Bevölkerungsexplosion hat die Stadt rasant verändert. Um 1910 war der heutige Stadtteil Coyoacán noch ein beschauliches Dorf, als hier ein deutscher Einwanderer mit seiner einheimischen Frau ein Haus baute. Ihre Tochter fuhr 15 Jahre später täglich mit dem Bus zur Stadt, in der sie eine Höhere Schule besuchte. Sie wollte Medizin studieren, doch ein Busunglück vereitelte diesen Plan. Monatelang verhinderten ihre schweren Verletzungen ein Verlassen des Krankenlagers. Um ihr eine Freude zu bereiten, bauten die Eltern ein Baldachinbett, an dessen Decke sie einen Spiegel befestigten. Die Tochter war zunächst entsetzt: Der gnadenlose Spiegel war stets gegenwärtig, unausweichlich. „Aber plötzlich, hier unter diesem beklemmenden Spiegel, bekam ich unbändige Lust zu zeichnen. Ich wollte nicht mehr nur Striche ziehen, sondern ihnen einen Sinn, eine Form, einen Inhalt geben. Etwas von ihnen verstehen, sie mir ausdenken, gestalten, verdrehen, lösen, aneinanderfügen, den Raum dazwischen füllen. Nach klassischer Art benutzte ich zum Lernen zunächst ein Modell: mich.“

Sie malte überwiegend Porträts und immer wieder Selbstbildnisse, in denen sie ihre psychischen und physischen Verletzungen thematisiert. „Mein Werk ist die vollständigste Biographie, die jemals über mich erstellt werden kann.“

Trotz des lebenslangen Leidens reiste die Künstlerin mehrmals nach Nordamerika und Europa. Neben ihrer Ehe mit dem Maler Diego Rivera pflegte sie, wie der Ehemann auch, viele Liebschaften. Einer der Geliebten war Trotzki, der einige Jahre im einstigen Elternhaus der Malerin in Coyoacán wohnte. Doch mehr noch als ihre Affären erregten die Bilder Aufsehen. Eines der bekanntesten Werke zeigt ihren geöffneten Körper mit der Wirbelsäule, dargestellt als mehrfach gebrochene Marmorstele. Nach unzähligen Operationen starb die Malerin am 13. Juli 1954 und hinterließ als finalen Tagebucheintrag: „Ich hoffe auf einen guten Abgang, und ich hoffe, nie mehr zurückzukommen.“


Wie heißt die Künstlerin, die zur Kultfigur der internationalen Frauenszene avancierte? Und wie heißt die rasch wachsende Metropole, in der das letzte Wohnhaus der Malerin inzwischen ein Kunstmuseum und ihr Elternhaus ein Trotzki-Museum geworden ist?

Die Antwort steht morgen im Abendblatt. In der Montagsausgabe suchten wir einen Mann mit blühender Fantasie. Es war Hieronymus C. F. von Münchhausen. Der „Lügenbaron“ lebte von 1720 bis 1797; sein Grab befindet sich im niedersächsischen Bodenwerder.

( jasch )

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