Kreis Segeberg

Schutzausrüstung für Praxen kommt aus Bad Segeberg

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Die KVSH-Mitarbeiter Mathias Paszko, Kathalina Korello und Dennis Rose (v. l.) sortieren Schutzmaterial im Verteilzentrum in Bad Segeberg.

Die KVSH-Mitarbeiter Mathias Paszko, Kathalina Korello und Dennis Rose (v. l.) sortieren Schutzmaterial im Verteilzentrum in Bad Segeberg.

Foto: KVSH

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein versorgt 5700 Praxen im Land aus einem Verteilzentrum mit Schutzmasken und Sterilium.

Kreis Segeberg.  In den Arztpraxen in Norderstedt und im ganzen Kreis Segeberg warten Ärzte und ihre Angestellten händeringend auf Schutzausrüstung, um sich im Alltag vor einer Ansteckung mit Covid-19 zu schützen. Auf dem freien Markt sind die Artikel nicht ohne Weiteres zu bekommen. Die Kassenärztliche Vereinigung in Schleswig-Holstein (KVSH) verspricht jetzt Abhilfe. Vom Sitz der Vereinigung in Bad Segeberg aus lief jetzt eine große Verteilaktion an. Alle Praxen in den Kreisen rund um Hamburg sollen je ein Paket mit Schutzausrüstung erhalten.

Die ersten zehn Transporter haben bereits am vergangenen Freitag das Logistikzentrum der KVSH in Richtung des Kreises Pinneberg verlassen. Am Montag starteten weitere Lastwagen in die Kreise Herzogtum Lauenburg und Stormarn. 1230 Praxen in den drei Kreisen wurden mit FFP2-Masken, Schutzbrillen und Sterillium ausgestattet. Die nächsten Lieferungen sind in Arbeit. „Die Praxen im Kreis Segeberg werden am heutigen Dienstag beliefert“, sagt KVSH-Sprecher Nikolaus Schmidt.

Etwa 5700 Praxen in ganz Schleswig-Holstein sollen am Ende der Aktion versorgt sein. „Wir beginnen mit dem Hamburger Randgebiet, da hier der Bedarf aufgrund der Fallzahlen am dringendsten ist“, sagt Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH.

Mitte vergangener Woche war das Material in Schüben in dem Verteilzentrum angekommen: FFP3- und FFP2-Masken sowie einfache Schutzmasken. Außerdem Handschuhe, Kittel, Brillen und Desinfektionsmittel. Es stammt aus Beständen des Landessozialministeriums und Restbeständen der KVSH. Im extra eingerichteten Verteilzentrum in Bad Segeberg wird künftig die gesamte verfügbare Schutzausrüstung sortiert und verpackt. Mitarbeiter der KVSH öffnen die angelieferten Kartons und verteilen die Masken, Brillen und Desinfektionsmittel auf die Pakete für die Praxen. Ein professioneller Dienstleister übernimmt die Logistik. „Im Laufe dieser Woche wollen wir alle Praxen im Land versorgt haben“, sagt Adrian Schütte, der als Büroleiter den Verteilungsprozess von der Anlieferung im Lager bis hin zum Arzt koordiniert. Er dämpft er möglichen aufkeimenden Optimismus: „Natürlich können wir nur verteilen, was wir bekommen.“ Wenn alles gut laufe, würden jetzt jeden Tag 13 Transporter das Zentrum in Richtung der Praxen verlassen, sagt Schütte. 1500 Quadratmeter hat der bundesweit tätige Logistikdienstleister angemietet, um das angelieferte Material zu lagern, zu entpacken und in versandfertige Kartons zu verteilen. „Wir benötigen diese Fläche, um das Material umpacken zu können“, weiß Schütte aus Erfahrung. Denn auch für die Kassenärztlichen Vereinigungen in Hamburg und im Rheinland hat er diesen Job übernommen.

In dem Verteilzentrum arbeiten täglich zwischen acht und 20 Angestellte. „Diese Woche kommt viel neues Material, dann werden wir deutlich mehr Personal benötigen, um den Aufwand zu bewältigen und rechtzeitig zu liefern“, sagt Schütte.

( abm )

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