Rätsel

Wer forschte in den unendlichen Weiten des Weltalls?

| Lesedauer: 3 Minuten
Wolkenformation in Form eines Fragezeichens.

Wolkenformation in Form eines Fragezeichens.

Foto: Artur Cupak / picture alliance / imageBROKER

Jeden Tag stellen wir Ihnen eine Aufgabe. Im Rätsel suchen wir heute einen Wissenschaftler, nach dem eine Norderstedter Schule benannt ist.

Kreis Segeberg.  Das Konzert ist abgesagt, die Museen sind dicht, und mit den Kumpels vom Stammtisch können Sie sich auch nicht mehr treffen. Was tun mit der ganzen freien Zeit? Nun, versuchen Sie doch einmal, das folgende Denksport-Rätsel zu lösen. Wir suchen jeden Tag den Namen einer bekannten Persönlichkeit. Viel Spaß!


Keine Entdeckung habe eine größere Wirkung auf den menschlichen Geist gehabt, beurteilte Johann Wolfgang von Goethe die Erkenntnisse, deren anfängliche Niederschrift an einem weltabgeschiedenen Ort erfolgte. Der Verfasser der revolutionären Erkenntnisse empfand seine Umgebung selbst als „sehr entlegenen Winkel der Erde“. Dabei wohnte er von 1516 bis 1521 im Schloss, Mittelpunkt einer kleinen Stadt.

Heute ist die Stadt wirtschaftliches, kulturelles und touristisches Zentrum der ausgesprochen ländlich geprägten Umgebung, deren ausgedehnte Seenlandschaft vor allem bei Bootstouristen sehr beliebt ist. Wenig ansehnliche Plattenbauten umgeben den Altstadtkern, der 1945 fast zur Hälfte zerstört wurde. Viele der zerstörten Gebäude sind restauriert, auch das Ensemble mit dem alten Rathaus am Marktplatz – und das Schloss.

Zwei Nationen prägten die Stadtgeschichte. Die Nationalität des berühmten Forschers ist ungeklärt. Geboren wurde er am 19. Februar 1473 auf polnischem Staatsgebiet als Sohn einer vermutlich deutschen Kaufmannsfamilie. Der Onkel, ein Bischof, sorgte für seine spätere Bestallung zum Domherren, eine begehrte Position. Domherren waren finanziell gut versorgt, bei vergleichsweise bescheidenen Pflichten: Wechselnde Verwaltungsaufgaben brauchten teilweise nur freiwillig ausgeübt werden, Theologiestudium und Priesterweihe galten als für das Amt entbehrliche Voraussetzungen.

Nach längeren Studienaufenthalten in Italien übernahm der Verwaltungsfachmann 1516 den Statthalterposten im „entlegenen Winkel“. Neben diesem Geschäft widmete er sich intensiv astronomischen Forschungen. Im Wandelgang des von ihm bewohnten nordöstlichen Schlossflügels vermerkte er auf einer noch heute sichtbaren Wandzeichnung seine Beobachtungen des Frühlings- und Herbstäquinoktiums. Und in seinen Gemächern – heute ein Museum – schrieb er am ersten Buch seines sechsbändigen Lebenswerks über die „Kreisbewegungen der Weltkörper“. Zur gleichen Zeit erarbeitete er eine „Denkschrift zur Verbesserung des preußischen Münzwesens“, was die Vielseitigkeit seiner Fähigkeiten unterstreicht. Sein astronomisches Hauptwerk erschien 1543, kurz vor seinem Tod – wenige Stunden nach dem Erhalt des ersten gedruckten Exemplars starb er. 1616 setzte die Kirche das Werk auf den „Index librorum prohibitorum“, von dem es erst im 19. Jahrhundert getilgt wurde. Zu dieser Zeit schrieb der Philosoph Ludwig Feuerbach über den Astronom: „Er hat die Menschheit um ihren Himmel gebracht.“


Wie hieß der revolutionäre Forscher, und in welcher Stadt schuf er das astronomische Graffiti im Schloss?
Die Antwort können Sie in der morgigen Ausgabe des Hamburger Abendblatts lesen.

In der Osterausgabe suchten wir nach dem Namen eines bekannten Humoristen und nach seiner Geburtsstadt. Es ist Heinz Erhardt, der 1909 in Riga, der lettischen Hauptstadt, geboren wurde, und der 1979 in Hamburg-Wellingsbüttel gestorben ist.

( jasch )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Norderstedt